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big Gefangenen nach sich. Der größere Kerker neben dem Loch, in dem unser Deutscher saß, war daher leer, denn die wenigen, die noch nicht guillotinirt waren, hatte man herausgelassen. Das Alles aber wußte der arme von aller Welt vergessene Fremdling da unten in seiner Gruft nicht, ihm schauerte ein beständiger Fieberfrost durch die armen von Hunger und Kummer entkräfte­ten Glieder; nur die Hoffnung aus Gottes Hülfe erhielt ihn noch am Leben. Und obgleich die Menschen ihn vergessen hatten, Gott hatte ihn nicht vergessen. Am fünften Tage nach der Ein­kerkerung kam der Gefängnißwärter auch einmal bis zu diesem Theil der unterirdischen Kerker herunter, um die hier jetzt nicht mehr nöthigen Ketten und Vorlegeschlösser herauf zu holen. Da hört er das Wimmern und das matte Rufen um Hülfe, öffnet das Gewölbe, und sieht da den armen Fremden, der nicht mcbr allein zu gehen im Stande war, sondern hinaufgeführt und ge­tragen werden mußte. An der frischen Luft wird er ohnmächtig; man legt ihn auf ein Soldatenbett; mitleidige Menschen bringen ibm, da er wieder zu sich kommt, Erquickungen. Seine Jugend und die Sehnsucht, aus diesem mit so vielem unschuldigen Blute begossenen Lande hinauszukommen, gaben ihm bald wieder die Kraft das Lager zu verlassen. Er wankt zum Thore hinaus, nach etlichen Tagen ist er wieder auf deutschem Boden.Aber"

so endigte der Mann seine Erzählungobgleich nun schon sechs Jahre vergangen sind, seitdem ich aus dem dumpfigen Ker­ker wieder herausgeführt bin an's Licht, kann ich die Stunden der Angst doch nicht vergessen, wie sie denn auch, wie ihr selber seht, immer noch meinen Gliedern anhängt. So oft ich am Morgen das liebe Tageslicht wieder sehe, danke ich Gott recht inniglich dafür; noch mehr aber danke ich ihm an jedem Tage

vor Allem aber an den Sonn- und Feiertagen, wenn der arme Handwerksmann Ruhe hat von seiner Arbeit, und wenn ich mit der Gemeinde beten und singen und Gottes Wort hören