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Das Marienkäferchcn stieg bedächtig an'S Land, und trocknete seine Flügel an der Sonne. Wie's nun so da saß und berechnete, wie weit es wohl noch nach Hause haben mochte, schwänzelte eine Bachstelze heran, und ohne sich zu besinnen setzte sich das reisende Käferchen auf ihren Rücken. Aber leider ging sie nicht seiner Heimath zu, sondern weiter in's Land hinaus.
Als das Käferchen seine Flügel trocken fühlte, flog es abseits in's Gras, denn es war ganz hungrig geworden.
Es fand reichliche Kost, und auch gute Gesellschaft. Einige dort heimische Sonnenkäferchen nahmen es gastfreundlich auf. Aber die erste Reiselust war schon bei ihm vorüber; es sah jetzt Alles mit kritischem Auge, und meinte, es sei doch nirgend so schon als im Vaterlande. Dazu kam, daß die hiesigen Marienkäfer eine andre Mundart sprachen. DaS war unserm Touristen unheimlich; auch mißfiel es ihm, daß jene gelb gefärbt waren, und er so herausfordernd roth unter ihnen einherging. Wenn unser Männchen vollends an die Nacht dachte, und an die heimathliche Schafgarbe, die es mit den Seinigen bewohnte, so überkam ihn ein solches Heimweh, daß es der Sehnsucht nicht Herr werden konnte. Das Käferchen widerstand nicht länger, und entschloß sich den langen Rückweg zu Fuß anzutreten. „Dazwischen fliege ich ein wenig," dachte es, „es wird schon gehen." Aber da fielen

