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Wie Du mir, so ich dir.
Der Sommer war vergangen, der Herbst hatte die Bäume entlaubt, ein hohes Blätterbett lag auf den Wurzeln, auf den Pflanzen. Die Bögel sangen nickt mehr, die Störche waren fortgezogen. Als der erste Schnee gefallen und Alles weiß war, und die Bäume schwer beladen ihre Aeste zur Erde beugten, da liefen die Kinder hinaus und streueten Körner auf die Schneedecke für die Bögel, welche vergebens nach Nahrung suchten, und der Vater trug Futter in den Wald für die Hasen und Rehe. So hatte es Herr Pessumehr befohlen. Die Schneeflocken hatten ja alles Gras überschüttet, und die Thiere im Walde hätten verhungern müssen ohne die Fürsorge der Menschen. Greif und Lustig gingen mit in den j Wald und jeder trug einen Korb mit Futter, zwischen den Zähnen hielten sie den Henkel und hatten wohl Acht nichts zu verschütten. Bedächtig, wie vernünftige Leute, gingen sie neben den Kindern her, es mochte ihnen aber schwer ankommen, und kaum hatten sie die Körbe abgegeben, so fingen sie an sich zu jagen und aus j Hermann und Gertrud einzustürmen; nicht etwa um ihnen weh zu thun, sondern um ihnen in treuer Anhänglichkeit, auf ihre Art, Liebe zu beweisen.

