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2» demselben Orte wohnte aber ein Bauer Namens Peter Buttermann. Der hatte auch ein kleines Kind, das bei Almchcns Lebzeiten mit diesem ftöhlich spielte, zu Hause jedoch von seiner Stiefmutter gar nicht gut gehalten wurde. Das Kind, welches Heimchen hieß, starb bald nach Almchen, und als es begraben wurde, bekam es wohl auch ein Krüglein mit; aber kein Thränchen floß aus der Stiefmutter Augen. Peter Buttermann, der Vater, weinte auch nicht; denn er hatte noch viele Kinder, die er ernähren sollte, und über das Hauslcid, das er an seinem bösen Weibe hatte, vergaß ir Heimchen ganz und gar.
Heimchen, welches nun ein Heimchen geworden war und bei Almchen das immer überfließende Krüglein sah, während seines leer und trocken blieb, war darüber ganz traurig. ES mochte auch gerne Jemandem auf Erden lieb und theuer sein und beneidete endlich Almchen um die vielen Thränen, die ihm geweint wurden.
Wohl manchmal blickte Mutter Berchta Heimchen vorwurfsvoll an, und Almchen redete ihm liebreich zu; aber es half Nichts: der Neid wurde immer größer.
Als sie sich einmal, nach dem Mondschcintanze, in dem großen Grabhügel schlafen gelegt hatten, stahl Heimchen das Krüglein Almchens und stellte seines dafür hin. ES glaubte, nun würde es immer ein volles, Almchen aber ein leeres haben.
DaS war jedoch nicht so! Denn es kam nicht aus das Krüglein an, sondern aus die Hand, die es hielt. O wie grämte sich da Heimchen! aber wie erschrak es, als

