dem Obercerimonicnmcister gehört hat, welcher es aus dem Munde des Herzogs von Sülly weiß, zu dem es der König selber gesagt hat!"
„„Danu muß es wahr sein — sagte Mutter Marion — Kind! nun brauchen wir nichts mehr zu thun, wenn wir jeden Tag Hühnerbratcn essen können. Ich scheuere nicht mehr für andere Leute, und du bettelst nicht mehr bei anderen Leuten, und bei dem Doktor Nostrada- nius junior brauchst du auch nicht mehr Laufbursch zu sein. Sehe dich her zu mir und lege wie ich die Hände in den Schooß. Wenn es der König gesagt hat, so muß bald sein Kammerdiener kommen und uns den Tops mit dem Huhne bringen.""
Sie setzten sich hin, legten gemüthlich die Hände in den Schooß und warteten. Sie hungerten auf das Huhn loö bis zum Abend und legten sich hungrig inS Bett, um von dem Huhne zu träumen. Aber auch des andern Tages wollte kein Kammerdiener mit einem Huhn im Topfe kommen.
„„DaS ist nichts, Söhnchen!— sagte Mutter Marion — so hungern wir; das Ding muß anders sein; frag' in der Nachbarschaft nach!"" —
„Sicher, wirklich, gewiß und wahrhaftig! — meldete der wiederkehrende Knabe— der König hat gesagt: „Jeder Unterthan muß jeden Tag ein Huhn in seinem Topfe haben." Aber das ist auch zweifellos, sicher, wirklich, gewiß und wahrhaftig, daß kein Nachbar gestern und heute ein Huhn bekommen hat."
„„Haben sie Töpfe, wo du gefragt hast?""

