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Hoffnung hin, daß sie ihrem Kinde könne erhalten werden, es erwachte in ihr die Lust zum Leben auf's Neue und wenn sich diese je recht lebendig in ihr regte, so war es in dieser Stunde der Fall, wo das Mnttcrherz sich so beglückt fühlte, einen solchen Sohn zu besitzen. Doch welcher Zukunft sah sie entgegen? das Geld das Antonio mitgenommen hatte, war um so weniger hinreichend, Lebcnsmittel für längere Zeit zu kaufen, als ihnen bei dem letzten Einkaufe ein Rest zu bezahlen übrig geblieben war. Wie bald also wird das arme Weib wieder entkräftet da liegen und wie ist da auf eine gänzliche Wiedergenesung zu hoffen! — So denken, so fragen meine jungen Leser und ein wehmüthiges Gefühl beschleicht die Herzen, welche einen so innigen Antheil an dem Geschicke der armen Wittwe und ihres Sohnes nehmen und befürchten für die Zukunft das Schlimmste. Ihr guten Menschen! wer wird so kleingläubig sein und so muthlos werden! — Die arme Wittwe selbst macht sich nicht einmal so schwere Gedanken und hat keine ängstlichen Sorgen wegen der Zukunft. Margarita ist wohl allein, jedoch nicht verlasse», denn Gott ist ihr Schutz und da Gott mit ihr ist, so fürchtet sie sich nicht. Während Antonio znr Stadt geht, hat die Wittwe ihre Hände gefaltet, ihre Lippen bewegen sich leise, sie redet mit Gott, sie spricht: „Herr, wissen wir nicht mehr, wovon wir das Leben fristen sollen, womit wir uns nähren und kleiden, wo wir das Haupt hinlegen sollen — so hast du noch Mittel und Wege, der Du die Vögel unter dem Himmel ernährest, der du die Lilien kleidest und den Vögeln ihre Nester und den Füchsen ihre Gruben gewährest! Du ziehest die Hand nicht von uns und läßt uns gewiß nicht im Elend verschmachten, Du weißt zu helfen und wirst gewiß helfen! Du Mächtiger, Du vermagst in mir Schwachen stark zu sein, Du kannst mich

