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handelt werde, wenn sie sah, wie er an Leib und Seele herr­lich gedieh, wie das Maaß der Lehre und Ermahnung, das sie in seine jugendliche Seele gepflanzt hatte, herrliche Früchte hervorgebracht habe, wenn sie aus den Beweisen seiner zärt­lichen Liebe erfuhr, daß doch unter allen Menschen auf Gottes Erde, sie, die Mutter, ihm am theuersten sei, daß ihr der Sohn im Schooße des Glücks die treneste Kindesliebe bewahrt habe.

Sieben glückliche Jahre hatte die Mutter in der Hütte bei Velletri und der Sohn in der palastähnlichen Wohnung Cellini's zu Neapel verlebt, da kam eines Tages ein Brief von dem Arzte Margaritens, welcher die Trauerbotschaft brachte, daß die fromme Wittwe in die bessere Welt übergegangen sei. Ihre letzten Worte aber seien gewesen: Meinem Sohne sagen Sie, daß ich auch sterbend Gottes Segen für ihn erflehte und seine» Pflegccltcrn, daß ich ruhig aus der Welt ginge, denn ich wüßte, daß er in ihnen ja Vater und Mutter gefunden habe und Gott bitte, daß er ihnen reichlich vergelte, was sie meinem Kinde Gutes erwiesen hätten.

In der Liebe seiner Pflcgeltcrn fand Antonio den Balsam für die Wunde, die ihm geschlagen wurde, und einen Ersatz für den großen Verlust, den er hatte. Das Verlangen An- tonio's, das Grab seiner Mutter zu besuchen, wurde erfüllt; sie selbst, die er von nun an Vater und Mutter nennen sollte (dieß wurde von ihnen als Wunsch zu erkennen gegeben), be­gleiteten ihn. Das Grab der Mutter blieb dem Sohne eine heilige Stätte; in der Stunde, wo er zum erstenmale hintrat, that er das Gelübde, jedes Jahr den Dank zu wiederholen, den er ihr nachrief, als ihm. der frische Hügel gezeigt wurde, mit den Worten:Hier ruhet deine fromme Mutter!" In