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darin sitzt der alte Max, zu seiner Rechten Robert, zn seiner Linken Kuno und ihm gegenüber — Braunhart.
Jene Unterhaltung, welche Max mit seinem Sohne gehabt, hatte den wohlthätigsten Einfluß auf seinen Geist ausgeübt und die wiederhergestellte Ruhe seiner Seele hatte zugleich heilsam auf seinen Körper gewirkt. Nach einem tiefen Schlafe, in welchen er am Ende des Gesprächs versunken war, erwachte er gestärkt an Seele und Leib. Er fühlte zwar, daß er nie mehr von seinen Wunden genesen werde, aber der innere Friede hatte eine solche Herrschaft über seinen Körper ausgeübt, daß er auf seinem Wunsche bestand, auf die angegebene Weise seine Freunde um sich zu sehen. Mit seltener Selbstbeherrschung bekannte er hier öffentlich sein Unrecht, bat den guten Braunhart um Verzeihung und lud ihn ein, seine Burg und Alles, was er habe, mit ihm zu theilen. Braunhart hatte keinen Groll im Herzen; er hatte ja seinem Beleidiger schon im Stillen verziehen und glaubte, es der Freundschaft schuldig zu sein, jenen Vorschlag anzunehmen.
Die beiden jungen Ritter aber waren überglücklich. Sie erzählten sich zur großen Unterhaltung und Freude der Alten ihre Erlebnisse, seit dem sie sich nicht gesehen hatten und vergaßen in dem Genusse des Wiedersehens alle überstandenen Leiden.
Der alte Max indessen hatte vielleicht schon zu lange seinem Körper Gewalt angethan; er fühlte sich müde und angegriffen und wurde zu Bette gebracht; die Uebrigen aber brachten noch einen großen Theil der Nacht in heitern Gesprächen zu.
So begann auf dieser Burg ein neues Leben; sie war groß genug, um jedem der alten Ritter mit seinem Sohne eine besondere und bequeme Wohnung zu gewähren, während sie

