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er, „so findet zwischen unserem Unglück ein geheimer Zusammenhang statt; aber wo finde ich den Schlüssel zu diesem Räthsel?" Die Eule antwortete ihm: „O Herr, auch mir ahnet dies; denn es ist mir einst in meiner frühesten Jugend von einer weisen Frau prophezeiht worden, daß ein Storch mir ein großes Glück bringen werde, und ich wüßte vielleicht, wie wir uns retten könnten." Der Kalif war sehr erstaunt und fragte, auf welchem Wege sie meine. „Der Zauberer, der uns beide unglücklich gemacht hat," sagte sie, „ kommt alle Monate einmal in diese Ruinen. Nicht weit von diesem Gemach ist ein Saal, dort pflegt er dann mit vielen Genossen zu schmausen. Schon oft habe ich sie dort belauscht. Sie erzählen dann einander ihre schändlichen Werke, vielleicht daß er dann das Zauberwort, das ihr vergessen habt, ausspricht."
„O, theuerste Prinzessin!" rief der Kalif, „sag' an, wann kommt er, und wo ist der Saal?"
Die Eule schwieg einen Augenblick und sprach dann: „Nehmet es nicht ungütig, aber nur unter einer Bedingung kann ich Euern Wunsch erfüllen." „ Sprich aus! sprich aus!" schrie Chafid, „befiehl, es ist mir jede recht."
„Nämlich ich möchte auch gerne zugleich frei seyn; dies kann aber nur geschehen, wenn einer von euch mir seine Hand reicht."
Die Störche schienen über den Antrag etwas betroffen zu seyn, und der Kalis winkte seinem Diener, ein wenig mit ihm hinaus zu gehen.
„Großvezier," sprach vor der Thüre der Kalif, „das ist ein dummer Handel, aber Ihr könntet sie schon nehmen."
„So," antwortete dieser, „daß mir meine Frau, wenn ich nach Haus komme, die Augen auskratzt? Auch bin ich ein alter Mann, und Ihr seyd noch jung und unverheirathet, und könnet eher einer jungen Prinzessin die Hand geben."

