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Arzt wissen muß; ich müßte aber lügen, wenn ich sagte, daß ich gerne dort gewesen sey, denn die Sitten dieses Volkes gefielen mir nicht; auch hatte ich nur wenige gute Freunde dort, diese aber waren edle junge Männer.
Die Sehnsucht nach der Heimath wurde endlich mächtig in mir rege, in der ganzen Zeit hatte ich nichts von meinem Vater gehört, und ich ergriff daher eine günstige Gelegenheit, nach Hause zu kommen.
Es ging nämlich eine Gesandtschaft aus Frankcnland nach der hohen Pforte. Zch verdingte mich als Wundarzt in das Gefolge des Gesandten, und kam glücklich wieder nach Stambul. Das Haus meines Vaters aber fand ich verschlossen, und die Nachbarn staunten, als sie mich sahen, und sagten mir, mein Vater sey vor zwei Monaten gestorben. Jener Priester, der mich in meiner Jugend unterrichtet hatte, brachte mir den Schlüssel; allein und traurig zog ich in das verödete Haus ein. Ich fand noch alles, wie es mein Vater verlassen hatte, nur das Gold, das er mir zu hinterlassen versprach, fehlte. Ich fragte den Priester darüber und dieser verneigte sich und sprach: „Euer Vater ist als ein heiliger Mann gestorben, denn er hat sein Gold der Kirche vermacht." Dies war und blieb mir unbegreiflich; doch was wollte ich machen? ich hatte keine Zeugen gegen den Priester und mußte froh seyn, daß er nicht auch das Haus und die Waaren meines Vaters als Vermächtniß angesehen hatte. Dies war das erste Unglück, das mich traf. Von jetzt an aber kam es Schlag auf Schlag. Mein Ruf als Arzt wollte sich gar nicht ausbreiten, weil ich mich schämte, den Marktschreier zu machen, und überall fehlte mir die Empfehlung meines Vaters, der mich bei den Reichsten und Vornehmsten eingeführt hätte, die jetzt nicht mehr an den armen Zaleukos dachten. Auch die Waaren meines Vaters fanden keinen Abgang, denn die Kunden hatten sich nach

