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daß ich Bianca schon längst gekannt und, aus Rache über ihre Heirath mit einem andern, sie ermordet habe. Ich bemerkte ihm, daß dies alles auf den Nothmantel passe, daß ich aber seine Theilnahme an der That mit nichts beweisen könne. Valetti umarmte mich weinend und versprach mir, alles zu thun, um wenigstens mein Leben zu retten. 2ch hatte wenig Hoffnung, doch wußte ich, daß Valetti ein weiser und der Gesetze kundiger Mann sey, und daß er alles thun werde, um mich zu retten. Zwei lange Tage war ich in der Ungewißheit; endlich erschien Valetti.Ich bringe Trost, wenn auch einen schmerzlichen. Du wirst leben und frei seyn, aber mit Verlust einer Hand." Ge­rührt dankte ich meinem Freund für mein Leben. Er sagte mir, daß der Gouverneur unerbittlich gewesen sey, die Sache noch einmal untersuchen zu lassen, daß er aber endlich, um nicht un­gerecht zu erscheinen, eingewilligt habe, wenn man in den Büchern der florentinischen Geschichte einen ähnlichen Fall finde, so soll meine Strafe sich nach der Strafe, die dort ausgesprochen sey, richten. Er und sein Vater haben nun Tag und Nacht in den alten Bü­chern gelesen, und endlich einen ganz dem meinigcn ähnlichen Fall gefunden. Dort laute die Strafe: es soll ihm die linke Hand abgehauen, seine Güter eingezogen, er selbst auf ewig verbannt werden. So laute jetzt auch meine Strafe, und ich solle mich bereiten zu der schmerzhaften Stunde, die meiner warte. Ich will euch nicht diese schreckliche Stunde vor das Auge führen, als ich auf offenem Markte meine Hand aus den Block legte und mein eigenes Blut in weitem Bogen mich überströmte!

Valetti nahm mich in sein Haus auf, bis ich genesen war, dann versah er mich edelmüthig mit Reisegeld; denn alles, was ich mir so mühsam erworben, war eine Beute des Gerichts geworden. Ich reiste von Florenz nach Sicilien und von da mit