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sein Leben zum Pfand, sagte er, die Reiter werden, wenn sie dieses Zeichen sehen, ruhig vorüber ziehen. Muley glaubte nicht an den Erfolg, der Sklave aber steckte die Lanze auf das Zelt. Inzwischen hatten alle, die im Lager waren, zu den Waffen gegriffen und sahen in gespannter Erwartung den Reitern entgegen. Doch diese schienen das Zeichen auf dem Zelte erblickt zu haben, sie beugten plötzlich von ihrer Richtung auf das Lager ab und zogen in einem großen Bogen auf der Seite hin.
Verwundert standen einige Augenblicke die Reisenden und sahen bald auf die Reiter, bald auf den Fremden. Dieser stand ganz gleichgültig, wie wenn nichts vorgefallen wäre, vor dem Zelte und blickte über die Ebene hin. Endlich brach Muley das Stillsch>veigen: „ Wer bist du, mächtiger Fremdling," rief er aus, „der du die wilden Horden der Wüste durch einen Wink bezähmest?" „Ihr schlagt meine Kunst höher an, als sie ist," antwortete Selim Bariich. „ Ich habe mich mit diesem Zeichen versehen, als ich der Gefangenschaft entfloh; was es zu bedeuten hat, weiß ich selbst nicht, nur so viel weiß ich, daß, wer mit diesem Zeichen reiset, unter mächtigem Schuhe steht."
Die Kaufleute dankten dem Fremden und nannten ihn ihren Erretter. Wirklich ivar auch die Anzahl der Reiter so groß gewesen, daß wohl die Karavane nicht lange hätte Widerstand leisten können.
Mit leichterem Herzen begab man sich setzt zur Ruhe, und als die Sonne zu sinken begann und der Abendwind über die Sandebcne Hinstrich, brachen sie auf und zogen weiter.
Am nächsten Tage lagerten sie ungefähr nur noch eine Tagreise von dem Ausgange der Wüste entfernt. Als sich die Reisenden wieder in dem großen Zelt versammelt hatten, nahm Lezah, der Kaufmann, das Wort:
„Ich habe euch gestern gesagt, daß der gefürchtete Orbasan

