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hatten, ihm winkten abzusteigen. Man führte ihn in ein Zelt, das größer als' die übrigen und im Innern hübsch, fast zierlich aufgeputzt war. Prächtige goldgestickte Polster, gewirkte Fußtep- piche, übergoldete Rauchpfannen hätten anderswo Reichthum und Wohlleben verrathen, hier schienen sie nur kühner Raub. Auf einem der Polster saß ein alter, kleiner Mann; sein Gesicht war häßlich, seine Haut schwarzbraun und glänzend, und ein widriger Zug von tückischer Schlauheit um Augen und Mund machten seinen Anblick verhaßt. Obgleich sich dieser Mann einiges Ansehen zu geben suchte, so merkte doch Mustapha bald, daß nicht für ihn das Zelt so reich geschmückt sep, und die Unterredung seiner Führer schien seine Bemerkung zu bestätigen. „Wo ist der Starke?" fragten sie den Kleinen. „Er ist aus der kleinen Jagd," antwortete jener, „aber er hat mir aufgetragen, seine Stelle zu versehen." „Das hat er nicht gescheit gemacht," entgegnete einer der Räuber, „denn es muß sich bald entscheiden, ob dieser Hund sterben oder zahlen soll, und das weiß der Starke besser als du."
Der kleine Mann erhob sich im Gefühl seiner Würde, streckte sich lang aus, um mit der Spitze seiner Hand das Ohr seines Gegners zu erreichen, denn er schien Lust zu haben, sich durch einen Schlag zu rächen; als er aber sah, daß seine Bemühung fruchtlos sey, fing er an zu schimpfen (und wahrlich, die Andern blieben ihm nichts schuldig), daß das Zelt von ihrem Streit erbebte. Da that sich auf einmal der Vorhang des Zeltes auf, und herein trat ein hoher stattlicher Mann, jung und schön wie ein Perserprinz; seine Kleidung und seine Waffen waren, außer einem reichbesetztcn Dolch und einem glänzenden Säbel, gering und einfach, aber sein ernstes Auge, sei» ganzer Anstand gebot Achtung, ohne Furcht einzuflößen.
„Wer ists, der es wagt, in meinem Zelte Streit zu

