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suche, wies man ihn zum Aufseher der Sklaven. Diesem trug er sei» Anliegen vor und bat ihn, ihm einen Dienst unter den königlichen Boten zu besorgen. Der Aufseher maß ihn mit seinen Augen von Kops bis zu den Füßen, und sprach: „ Wie, mit deinen Füßelein, die kaum so lang als eine Spanne sind, willst du königlicher Schncllläufcr werden? Hebe dich weg, ich bin nicht dazu da, mit jedem Narren Kurzweil zu machen." Der kleine Muck versicherte ihn aber, daß es ihm vollkommen Ernst sey mit seinem Antrage, und daß er es mit dem Schnellsten auf eine Wette ankommen lassen wollte. Dem Aufseher kam die Sache gar lächerlich vor; er befahl ihm, sich bis auf den Abend zu einem Wettlaufe bereit zu halten, führte ihn in die Küche und sorgte dafür, daß ihm gehörig Speise und Trank gereicht wurde; er selbst aber begab sich zum König und erzählte ihm vvm kleinen Menschen und seinem Anerbieten. Der König war ein lustiger Herr, daher gefiel es ihm wohl, daß der Aufseher der Sklaven den kleinen Muck zu einem Spaß behalten habe; er befahl ihm, auf einer großen Wiese hinter dem Schloß Anstalten zu treffen, daß das Wettlaufen mit Bequemlichkeit von seinem ganzen Hofstaate könnte gesehen werden, und befahl ihm nochmals, große Sorgfalt für den Zwerg zu haben. Der König erzählte seinen Prinzen und Prinzessinnen, was sie diesen Abend für ein Schauspiel haben würden; diese erzählten es wieder ihren Dienern, und als der Abend herankam, war man in gespannter Erwartung, und altes, was Füße hatte, strömte hinaus auf die Wiese, wo Gerüste aufgeschlagen waren, um den großsprecherischen Zwerg laufen zu sehen.
Als der König und seine Söhne und Töchter auf dem Gerüste Platz genommen hatten, trat der kleine Muck heraus auf die Wiese und machte vor den hohen Herrschaften eine überaus zierliche Verbeugung. Ein allgemeines Freudengeschrei ertönte, alö man den

