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über diese Wendung der Dinge; besonders schien der Greis sehr betroffen, indem er bald den einen, bald den andern fragend ansah; Labakan aber sprach mit mühsam errungener Ruhe: „Gnädigster Herr und Vater, laßt Euch nicht irre machen durch diesen Menschen da; es ist, so viel ich weiß, ein wahnsinniger Schneidergeselle aus Alcssandria, Labakan geheißen, der mehr unser Mitleid als unsern Zorn verdient."
Bis zur Raserei aber brachten diese Worte den Prinzen; schäumend vor Wuth, wollte er auf Labakan eindringen, aber die Umstehenden warfen sich dazwischen und hielten ihn fest, und der Fürst sprach: „ wahrhaftig, mein lieber Sohn, der arme Mensch ist verrückt; man binde ihn und sehe ihn auf einen unserer Dromedare; vielleicht, daß wir dem Unglücklichen Hülfe schassen können."
Die Wuth des Prinzen hatte sich gelegt, weinend rief er dem Fürsten zu: „mein Herz sagt mir, daß Ihr mein Vater seyd, bei dem Andenken meiner Mutter beschwöre ich Euch, hört mich an!"
„Ei, Gott bewahre uns," antwortete dieser, „er fängt schon wieder an irre zu reden; wie doch der Mensch auf so tolle Gedanken kommen kann!" Damit ergriff er Labakans Arm und ließ sich von ihm den Hügel hinuntcrgelcitcn; sie setzten sich beide auf schöne mit reichen Decken behängte Pferde und ritten an der Spitze des Zuges über die Ebene hin. Dem unglücklichen Prinzen aber fesselte man die Hände und band ihn auf einen Dromedar fest, und zwei Reiter waren ihm immer zur Seite, die ein wachsames Auge auf jede seiner Bewegungen hatten.
Der fürstliche Greis war Saaud, der Sultan der Wcchabiten. Er hatte lange ohne Kinder gelebt, endlich wurde ihm ein Prinz geboren, nach dem er sich so lange gesehnt hatte; aber die Sterndeuter, welche er um das Schicksal des Knaben befragte, thaten den Ausspruch: „daß er bis ins zweiundzwanzigste Jahr in Gefahr

