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bis ich auf den Stufen einer Kirche niedersank. Dort erst sammelte ich mich wieder, und mein erster Gedanke warst du und dein schreck­liches Schicksal, wenn man dich in dem Hause fände."

Ich schlich an den Palast, aber weder von Pictro noch von dir konnte ich eine Spur entdecken; das Pförtchcn aber war offen, so konnte ich wenigstens hoffen, daß du die Gelegenheit zur Flucht henützt haben würdest."

Als aber der Tag anbrach, ließ mich die Angst vor der Entdeckung und ein unabweisbares Gefühl von Reue nicht mehr in den Mauern von Florenz. Ich eilte nach Rom. Aber denke dir meine Bestürzung, als man dort nach einigen Tagen überall diese Geschichte erzählte, mit dem Beisätze, man habe den Mörder, einen griechischen Arzt, gefangen. Ich kehrte in banger Bcsorgniß nach Florenz zurück; denn schien mir meine Rache schon vorher zu stark, so verfluchte ich sie jetzt, denn sie war mir durch dein Leben allzu theuer erkauft. Ich kam an demselben Tage an, der dich der Hand beraubte. Ich schweige von dem, was ich fühlte, als ich dich das Schaffot besteigen und so heldcnmüthig leiden sah. Aber damals, als dein Blut in Strömen ausspritzte, war der Entschluß fest in mir, dir deine übrigen Lcbcnstage zu versüßen. Was weiter geschehen ist, weißt du, nur das bleibt mir noch zu sagen übrig, warum ich diese Reise mit dir machte."

Als eine schwere Last drückte mich der Gedanke, daß du mir noch immer nicht vergeben habest; darum entschloß ich mich, viele Tage mit dir zu leben, und dir endlich Rechenschaft abzulegen von dem, was ich mit dir gethan."

Schweigend hatte der Grieche seinen Gast angehört, mit sanftem Blicke bot er ihm, als er geendet hatte, seine Rechte. Ich wußte wohl, daß du unglücklicher seyn müßtest als ich, denn jene grausame That wird, wie eine dunkle Wolke, ewig deine