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der Thüre warf, ließ er Schuhe, Draht und Pfriem auf die Erde fallen und rief mit Entsetzen: „Um Gottes willen, was ist das, was ist das!"
„Guten Abend, Meister!" sprach der Kleine, indem er vollends in den Laden trat, „wie geht es Euch?"
„Schlecht, schlecht, kleiner Herr!" antworicie der Vater, zu Zakobs großer Verwunderung; denn er schien ihn auch nicht zu kennen. „Das Geschäft will mir nicht recht von der Hand. Bin so allein und werde setzt alt, und doch ist mir ein Geselle zu theuer."
„ Aber habt Ihr denn kein Söhnlein, das Euch nach und nach an die Hand gehen sonnte bei der Arbeit?" forschte der Kleine weiter.
„Ich hatte einen, er hieß Jakob, und müßte setzt ein schlanker, gewandter Bursche von zwanzig Jahren seyn, der mir tüchtig unter die Arme greisen könnte. Ha, da müßte ein Leben seyn; schon als er zwölf Jahre alt war, zeigte er sich so anstellig und geschickt und verstand schon manches vom Handwerk, und hübsch und angenehm war er auch, der hätte mir eine Kundschaft hcr- gelockt, daß ich bald nicht mehr geflickt, sondern nichts als neues geliefert hätte. Aber so gehl's in der Welt!"
„Wo ist denn aber Euer Sohn?" fragte Jakob mit zitternder Stimme seinen Vater.
„Das weiß Gott," antwortete er; „vor sieben Jahren, sa so lange ist's setzt her, wurde er uns vom Markte weggestohlen."
„Vor sieben Jahren!" rief Jakob mit Entsetzen.
„Ja, kleiner Herr, vor sieben Jahren; ich weiß noch, wie heute, wie mein Weib nach Hause kam, heulend und schreiend, das Kind sey den ganzen Tag nicht zurückgekommen, sie habe überall geforscht und gesucht und es nicht gefunden. Ich habe es immer gedacht und gesagt, daß cö so kommen würde; der Jakob war ein schönes Kind, das muß man sagen, da war nun meine

