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den Aufenthalt der Gefangenen zu entdecken, sie zu befreien; der Fuhrmann versprach, nach Aschaffenburg zu reiten, und die Gerichte zur Verfolgung der Räuber aufzurufen. Der Zirkelschmid aber wollte seine Reise fortsetzen.
Die Reisenden wurden in dieser Nacht nicht mehr beunruhigt; Todtensiille herrschte in der Waldschenke, die noch vor kurzem der Schauplatz so schrecklicher Scenen gewesen war. Als aber am Morgen die Diener der Gräfin zu dem Wirth hinabgingen, um alles zur Abfahrt fertig zu machen, kehrten sie schnell zurück, und berichteten, daß sie die Wirthin und ihr Gesinde in einem elenden Zustande gefunden hätten. Sie lägen gebunden in der Schenke und flehten um Beistand.
Die Reisenden sahen sich bei dieser Nachricht erstaunt an. „Wie!" rief der Zirkelschmid; „so sollten diese Leute dennoch unschuldig seyn? so hätten wir ihnen unrecht gethan, und sie ständen nicht im Einv^ständniß mit den Räubern?"
„Ich lasse mich aufhängen statt ihrer," erwiderte der Fuhrmann," wenn wir nicht dennoch recht hatten. Dies alles ist nur Betrug, um nicht überwiesen werden zu können. Erinnert ihr euch nicht der verdächtigen Mienen dieser Wirthschaft? Erinnert ihr euch nicht, wie ich hinabgehen wollte, wie mich der abgerichtete Hund nicht losließ, wie die Wirthin und der Hausknecht sogleich erschienen und mürrisch fragten, was ich denn noch zu thun hätte? Doch sie sind unser, wenigstens der Frau Gräfin, Glück. Hätte es in der Schenke weniger verdächtig ausgesehen, hätte uns die Wirthin nicht so mißtrauisch gemacht, wir wären nicht zusammengestanden, wären nicht wach geblieben. Die Räuber hätten uns überfallen im Schlafe, hätten zum wenigsten unsere Thüre bewacht, und diese Verwechslung des braven jungen Burschen wäre nimmer möglich geworden."

