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Der Gänsejunge hatte einen schönen Gänserich zahm gemacht: dieser ging immer neben ihm her, wenn er die Heerde aus - oder eintrieb, er folgte ihm aber auch in den Hof und ins Dorf, ja selbst in das Haus; er horchte aus seine Stimme und war treu und anhänglich wie ein Hund.
Einmal war der Gänsejunge zu Frau von Helwig gerufen, denn ste wollte ihm seinen Lohn auszahlen und mit ihm sprechen. Emma war mit mir in der Stube und wir hatten die Fenster aufgemacht, weil es so schönes Wetter war, im Hofe aber standen die Gänse, welche von der Weide nach Hause gekommen waren. Da vernahmen wir einen großen Lärm, und ein großes Thier kam hereingeflogen; es war der Gänserich. Im Anfange erschracken wir nickt wenig, denn wir wußten nicht gleich, was es war; wie freuten wir uns aber über das treue Thier; es hatte die Stimme seines geliebten Gänscjungen gehört und kam, um diesen aufzusuchen.
Es gab auch viele Hühner im Hofe, die Emma alle Tage fütterte; besonders die kleinen Küchelchen liebte sie, welche gehackte Eier zu fressen bekamen. Emma hätte zuweilen sehr gern mit ihnen gegessen, aber sie that es nicht, denn

