Doch der Alte stand wie angewurzelt, und seine Hände umklammerte» den Krähn.

Zornig über so viel Widerstand holte Li-hung-chang zum Schlage aus; seine eiserne Faust traf des Alten Haupt, daß er zu Boden sank. Er achtete dessen nicht und drehte den Krähn.

Da begann es in der Tiefe zu brausen und zu rauschen; Li - hung - changs Augen ruhten wie gebannt aus seinem Heimats­thal. Sein Mütterchen saß vor der Thür seines Hauses, neben ihm die kleine Sonjau. Da prasselte ein Regen nieder, der sie hineintrieb. Li-hung-chang rieb sich die Hände vor Freude. Wolke auf Wolke leerte sich, und er beobachtete das Steigen des Flusses.

Jetzt ist's genug!" meinte er endlich und wollte den Krähn schließen. Doch es gelang ihm nicht. Roch blieb er ruhig und wiederholte gelassen seinen Versuch; doch als das Getöse immer ärger wurde und die niederstürzenden Regenmassen sich mehrten, als hätten alle Schleusen des Himmels sich geöffnet, da verließ ihn seine Kaltblütigkeit. Angstschweiß bedeckte seine Stirn, und die sich vergeblich abmühenden Hände zitterten.

Umsonst! Umsonst! Die Berge spieen Wasser; der Fluß trat aus seinen Usern; er schwoll, er stieg, er näherte sich seinem Hause.

Da trat Li-hung-chang zu dem Alten.Stehe auf!" rief er.stehe auf!"

Der steife Körper rührte sich nicht.

Li-hung-chang schüttelte den Greis und rieb ihm die Stirn. Rette, rette!" flehte er.

Ihm ward keine Antwort zu teil.

Da trat er wieder zum Krähn und sah, daß die Fluten sein Haus erreichten, und daß sich sein Mütterchen mit dem