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und seine Netze flickend. Sie hatte schon die Renntiere gemolken, die Ställe gereinigt, alles Vieh gefüttert und den Hof gekehrt. Da erstaunte Tschito und ging, um nach dem Futtervorrat zu sehen. Sie hatte noch weniger verbraucht als er, und er war zufrieden. Bnrja aber hatte zwei Eimer Renntiermilch an die Tiere verteilt; doch das war nicht zu merken, da unter ihren Händen die Milch reichlicher floß.
Jetzt eilte sie vor Tschito in die Hütte und rief: „Ich will deine Stiefel ölen!" Drinnen opferte sie dem Herdgeist reichlich aus dem Vorrat ihres Reisesäckleins und auch ein Krüglein frischer Milch.
Nach dem Frühstück ging sie mit Tschito in seine neu erbaute Hütte, um das Herdfeuer zu entzünden. Doch es wollte nicht brennen. Da rief sie: „Hier ist ein Geheimnis, Tschito, das deinen alten Herdgeist die Hütte meiden läßt! O, daß ich es wüßte, ich würde dir schon ein gutes Feuer beschaffen!"
Sie gingen eilig hinaus, da es Krankheit bringt, in einer Hütte ohne Herdfeuer zu weilen.
Nach einigen Tagen, in denen Bursas Fleiß und Sparsamkeit den Geizigen in helles Erstaunen versetzte, sprach Bursa wieder: „Komm, laß uns versuchen, ob ich dir nicht das Herd- feuer in der neuen Hütte entzünden kann."
Es geschah; aber so sehr sie sich mühte, sie konnte kein Feuer machen.
„Ach," sagte sie traurig, „hier ist ein Geheimnis! Warum grollt dein Herdgeist, Tschito? Ach, daß ich es wüßte, ich würde ihn wohl besänftigen, und dein Herdfeuer sollte lustig brennen." Als sie die Hütte verließen, sagte sie: „Was wir essen, Tschito, sieht niemand, da können wir sparen und geizen; aber deinen Wohnraum lernen viele kennen und urteilen nach ihm über dich."

