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Rauchsäule empor, dann und wann von Feuergarben durchzuckt; widriger Schwefelgeruch ging von ihr aus. Eine haushohe Hecke von großstachligcm, ungeheuerlich geformtem Kaktus unizog den Felsen. Die seltsamen Gebilde gemahnten an verschlungene Menschenarme und verzerrte Menschengesichter; hier und da hingen blutrote Blüten.
So weit Damian auch ging, die Riesenmaner nahm kein Ende. Da kein Eingang sich zeigte, wollte er die Hecke durchbrechen; doch die spitzen Stacheln schnitten wie Schwerter, und regungslos, .wie aus Eisen geschmiedet, verharrten die faustdicken Stiele. Er zog sein Messer hervor und hieb in das Pflanzen- gcwirr, doch entsetzt prallte er zurück; denn Blut quoll aus den verwundeten Stellen. Er nahm sein Suchen wieder auf, und endlich, als mehrmals Tag und Nacht gewechselt, fand er einen schmalen Durchhau, der zu einem Thore führte. Damian ging darauf zu und pochte, denn es war fest geschlossen. Da er keine Antwort erhielt, so hämmerte er mit beiden Fäusten daran. Schwere Riegel knarrten, amb eine Frau schob den Kopf durch einen schmalen Spalt. „Um Gott, flieh!" flehte sie angstvoll und schloß hastig das Thor.
Wiederum pochte und hämmerte Damian um so lauter und kräftiger, je länger er wartete.
Nochmals erschien das Weib, bleicher denn zuvor, nachdem es durch Kettenverschluß jedem Eindrängen Damians vorgebeugt. „Er kommt, der Gewaltige kommt, flieh', o flieh!" bat es inbrünstig, und geräuschlos wurde das Thor ins Schloß gezogen.
Damian aber ließ sich nicht beirren. Heftiger und schneller wurde sein ungeduldiges Klopfen.
Da öffnete sich das Thor und heraus trat der Alte vom Walde. „Was willst du'?" fragte er Damian.

