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„Wo sind die Diener?" sprach die Königstochter. „Was Diener!" antwortete der Bettelmann, „dn mußt deine Arbeit selber thun. Mach nur gleich Feuer an und stell Wasser auf, daß dn mir mein Essen kochst!" Die Königstochter verstand aber nichts vom Feueran- machen und Kochen, und der Bettelmann mußte ihr helfen. Als sie die schmale Kost verzehrt hatten, legten sie sich zu Bett; aber am Morgen trieb er sie schon ganz früh heraus, weil sie das Haus besorgen sollte. Ein paar Tage lebten sie auf diese Art schlecht und recht und zehrten ihren Vorrat auf. Da sprach der Alaun: „Fron, so gcht's nicht länger, daß wir hier zehren und nichts verdienen. Du sollst spinnen." Sie setzte sich hin und versuchte zu spinnen, aber der harte Faden schnitt ihr bald in die weichen Finger, daß das Blut daran herunter lief. „Siehst du," sprach der Mann, „du taugst zu keiner Arbeit, mit dir bin ich schlimm angekommen. Nuu will ich's versuchen und einen Handel mit Töpfen und irdenem Geschirr anfangen: dn sollst dich auf den Markt setzen und die Ware feil halten." Die Frau that es zwar nicht gerne; aber sie mußte sich fügen, wenn sie nicht Hungers sterben wollte. Als sie wieder eines Tages an der Ecke des Marktes saß und das Geschirr feil hielt, kam Plötzlich ein trunkener Husar daher gejagt Hub ritt gerade zu in die Töpfe hinein, daß alles in tausend Scherben zersprang. Sie fing an zu weinen und wußte vor Äugst nicht, was sie anfangen sollte. Sie lief heim und erzählte ihrem Mann das Unglück. „Wer setzt sich auch an die Ecke des Marktes mit irdenem Geschirr!" sprach der Mattn, „laß nur das Weinen, ich sehe wohl, du

