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und schöner als die Königin selbst. Wie diese nun wieder einmal ihren Spiegel fragte: „Spieglein, Spieglein an der Wand,
Wer ist die Schönste im ganzen Land?"
Da antwortete der Spiegel:
„Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier,
Aber Snccwittchen ist tausendmal schöner als Ihr."
Als die Königin das hörte, erschrak sie und ward blaß vor Zorn und Neid. Bon Stund an, wenn sie Sneewittchen erblickte, kehrte sich ihr das Herz im Leibe herum, so haßte sie das Kind. Und Neid und Hochmuth quälten die stolze Frau immer mehr, und gönnten ihr keine Ruh, weder bei Tage noch bei der Nacht. Da rief sie endlich einen Jäger und sprach: „Führe das Kind hinaus in den wilden Wald; ich will's nicht mehr vor meinen Augen sehen. Dort sollst Du es tobten und mir Lung' und Leber zum Wahrzeichen mitbringen." —
Der Jäger gehorchte und führte Sneewittchen hinaus in den wilden Wald. Als er nun den Hirschfänger gezogen hatte und ihm sein unschuldiges Herz durchstoßen wollte, sing es an zu weinen und sprach:

