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große» prächtigen Stadt zueilen, >vo sich's gewiß herrlich leben läßt! Was werden meine Augen da Alles zu sehen und zu bewundern haben! Vorwärts, vorwärts, Beß! Du bist heute wirklich unerträglich langsam!"

Das Pferd trabte rasch und munter dahin, aber Ferdi- nand's Ungeduld hätte mit der Schwalbe um die Wette fliegen mögen. Wo waren seine Wehmuth, seine Reue, seine Vorsätze zur Besserung geblieben? Hinweg gewehet waren sie, wie eine leichte Flaumfeder vom Winde. Ferdinand dachte jetzt an nichts mehr, als an London und seine Herr­lichkeiten, und alles Andere schlug er sich leichtfertig aus dem Sinne.

Als Ferdinand vor dem Posthause des Städtchens von dem dampfenden Rohe sprang, erfuhr er mit Verdruß, daß er eine volle Stunde zu früh angelangt wäre. Das Warten war ihm unerträglich, und es fehlte nicht viel, so hätte er Extrapost genommen und das Zehnfache desPassagiergeldes, welches ohnehin schon bezahlt war, weggeworfen, um nur der Langeweile dieser einzigen Stunde zu entgehen. Doch befand sich zum Glück sein Gepäck mit der neuen Offiziers- Uniform bereits im Postwagen eingepackt, und der Post­meister weigerte sich entschieden, um des einen Koffers willen den ganzen Wagen noch einmal umpacken zu lassen. Ohne die Üniform wollte indeß Ferdinand nicht in London er­scheinen, und so ergab er sich denn in das Schicksal, die Stunde der Abfahrt geduldig zu erwarten. Auch besann er sich, daß er das Geld, welches die Extrapost gekostet haben würde, in London doch besser zu seinem Vergnügen ver­wenden könne, und fand in diesem Gedanken einigen Trost. Er übergab sein Pferd dem Hausknechte, schärfte ihm mit hoffärtigen Worten ein, es gut in Acht zu nehmen, bis es von einem Reitknechte seines Bruders, des Lord West- more, abgeholt werden würde, und begab sich dann in das Passagierzimmer, wo bereits ein ältlicher Herr, gleich ihm, auf die Abfahrtsstunde des Postwagens wartete. Ferdinand