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besänftigen wissen, und dann, beim Himmel, will ich ein anderes Leben beginnen."
John lächelte spöttisch und schien sehr geneigt, seine» jungen Freund auf andere Gedanken zu bringen; aber Ferdinand, der sich eben jetzt wieder einmal in den Vorsätzen von Neue und Besserung gefiel, hörte nur wenig auf ihn hin.
„Laß es gut sein, John!" sagte er. „Dies Duell, zu dem du mich überredet hast, soll ganz gewiß der letzte leichtsinnige Streich sein, den ich begehe. Und auch diesen begehe ich nur, um Euch zu beweisen, das; es mir nicht an Muth fehlt. Verlas; mich jetzt und sorge, da du es einmal übernommen hast, für alles Nöthige. Wenn du mit den Vorbereitungen fertig bist, wirst du auch mich bereit finde», dir zu folgen."
John entfernte sich und lieh Ferdinand allein. Dieser war unzufrieden mit sich selbst. Es gereute ihn, daß er sich hatte bereden lassen, seine Einwilligung zum Zweikampfe zu geben, obgleich er entschlossen war, ihn nun, da einmal die Herausforderung angenommen war, mannhaft durchzufech- ten. Bisher hatte er noch kaum daran gedacht, welchen Ausgang die Sache nehmen könnte. Aber jetzt in der Einsamkeit seines Zimmers fielen ihm die möglichen Folgen schwer anf's Herz. Wie nun, wenn er seinem Gegner obsiegte, ihm vielleicht eine tödtliche Wunde beibrachte? Oder wenn er selber getödtet würde? Waren dies nicht Beides gleich schreckliche Ereignisse? Wie die Würfel auch fallen mochten, zu seinem Nachtheile mußten sie immer fallen. Als Sieger mußte er, um nicht der strafenden Gerechtigkeit anheim zu fallen, außer Landes fliehen; fiel er selbst, — welchen Kummer bereitete er dann seiner Mutter! Der ganzeZweikampfschien ihm jetzt, wo er ernstlicher darüber nachdachte, ein so gottloses und frevelhaftes Spiel mit seinem und Anderer Glücke, daß er gerne die geschehenen Schritte zurückgenommen hätte, wenn es nicht, nach seiner Ansicht, nun zu spät gewesen

