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und bedeckte seine brennenden Augen mit den Händen, als vb er dadurch verhindert würde, die Größe seines Elendes zu sehen. Erst als von Neuem die Riegel an der Thüre des Kerkers rasselten, fuhr er auf und starrte verwildert um sich. Der rothe, trübe Schimmer einer Laterne erhellte den kleinen Raum, auf welchen der unglückliche Jüngling beschränkt war, und bei dem schwachen Lichte erkannte er seinen Kerkermeister, welcher, ohne ein Wort zu sprechen, einen mit Wasser gefüllten Krug und ein Stück trockenes Brod in einen Winkel des Kerkers stellte. Stumm, wie er gekommen war, entfernte er sich auch wieder, und warf nicht einmal einen Blick auf den Gefangenen, der sich nun langsam und seufzend von der Erde erhob und seinen trockenen Gaumen mit einem Schluck Wasser erfrischte. Der erquickende Trank that ihm wohl und kühlte die innere Gluth, die ihn verzehrte. Er fühlte sich ruhiger und gefaßter, und konnte seine Lage besser in's Auge fassen.
„Was ist es denn weiter?" sagte er zu sich selbst. „Man wird mich einen Tag oder zwei im Gefängnisse behalten, dann wird man mich vor Gericht fordern, ich werde bekennen, daß ich eine große Unvorsichtigkeit begangen habe, und das Ende wird sein, daß man mir einen tüchtigen Verweis, und, wenn ich diesen empfangen, die Freiheit wieder gibt! Ich Thor, mich um ein paar Tage, im Kerker zugebracht, so trostlos und albern zu gehaben! Nur Geduld! Morgen, übermorgen spätestens werde ich ja frei sein."
Dieser hoffnungsreiche Gedanke fiel wie ein Himmels- strahl in das verdüsterte Gemüth des armen Ferdinand. Er wurde von ihm völlig aufgeheitert, und warf die ganze schwere Bürde, die ihm bis jetzt das Herz bedrückt hatte, über Bord. Er trank von Neuem von dem Wasser — es schmeckte ihm und erfrischte ihn noch mehr als anfangs. Er legte sich endlich nieder, um zu schlafen — und er schlummerte wirklich ein, schluiumerte ganz sanft und fest,

