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erhob er sich am Morgen von seinem harten Lager, als je vorher. Das Vorgefühl des Entzückens, noch vor Abend seine Fesseln gebrochen zu haben und frei zu sein, erfüllte sein von Wonne schwellendes Herz, und er halte Mühe, seine unsägliche Freude vor den Augen der Aufseher zu verbergen. Aber es gelang ihm, denn er sah ein, wie wichtig es sei, sich zu beherrschen, und hütete sich wohl, leichtsinnig ein allzugroßes Vertrauen auf den glücklichen Erfolg des ver­abredeten Unternehmens zu setzen. Die letzte Lehre, die er empfangen, hatte ihm eine Warnung ertheilt, an der er für sein ganzes Leben so vollkommen genug zu haben glaubte, das; er meinte, er werde keine ferneren bedürfen, um ihn für die Folge behutsam und vorsichtig zu machen. Er halte endlich gründlich gelernt, wie nothwendig esset, unter allen Verhältnissen der Stimme der Vernunft und Ueberlegung mehr zu gehorchen, als den Eingebungen und Launen eines leichtsinnigen und unbedachtsanien Charakters.

Leider waren nicht alle Galeerensklaven mit diesen ern­steren und bedachtsamen Gesinnungen beseelt. Einige unter ihnen, älter an Jahren vielleicht als Ferdinand, aber wie es schien, nicht so reich an bitteren Erfahrungen, stolzirten heute erhobenen Hauptes und kecken, übermüthigen.Blickes umher, gerade, als ob sie sagen wollten:Nun, für heute mag's noch einmal gehen, wollen wir uns noch einmal unter das Joch beugen, aber morgen ha, wer weiß, wo wir dann sind!" George suchte vergebens durch drohende Blicke und Geberden diesen Uebermuth, der so leicht ihr ganzes Unternehmen gefährden konnte, zu dämpfen. Es gelang ihm nur halb, und eine schwere Wolke düsterer Ahnung schwebte auf leiner gebräunten Stirn. Glücklicher Weise halten in­deß die Aufseher auch nicht einmal den leisesten Schalten von Verdacht in ihrer Seele, und so würde denn die Selbst- vergessenheit Einzelner wohl nichts geschadet haben, wenn nicht noch ein anderer Umstand hinzugekommen wäre, der nicht anders, als äußerst verderblich für die Verschworenen