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ehrwürdigen Herren wirken in Bagamoyo sehr segensreich, sie sind geachtet und überall gern gesehen und erziehen gegen 200 Kinder nicht ohne Erfolg, denn ohne vor den bedeutenden Schwierigkeiten zurückzuschrecken, suchen sie die Intelligenz in die harten Schädel der Negerkinder hineinzubringen. Stanley wurde eingeladen, bei den Vatern zu wohnen, schlug aber die Einladung ab, weil er bei seinem Gepäck und seinen Leuten bleiben wollte; nur zu einem Mittagessen, zu dem er eingeladen wurde, war er in der Anstalt und fand, daß wenigstens in der Herrichtung ihrer Mahlzeiten die frommen Väter ihre französische Heimat nicht entbehrten. Wie recht Stanley daran gethan hatte, bei seinen Waaren zu bleiben, geht daraus hervor, daß nach seiner kurzen Abwesenheit in der Missions-Anstalt zwei Esel und eine Drahtrolle fehlten, aber er verschmerzte den Verlust — ein Esel fand sich noch dazu wieder —, da er gesehen hatte, wie die Väter das Leben verstehen und seine Dauer zu würdigen wissen; ihre Festtafel treibt das Mukunguru (afrikanische Sumpffieber) von ihrer Thür und mildert den Trübsinn und das Gefühl der Verlassenheit.
Als Stanley am ersten Tage in Bagamoyo war, besuchte ihn Ali bin Salim, ein Mann, der auch mit den früheren Reisenden sich bekannt gemacht hatte. Er begrüßte den Amerikaner mit großer Liebenswürdigkeit, bot ihm unaufgefordert seine Dienste und seinen Einfluß an, kurz, er zeigte sich als Freund und wohlwollenden Gönner. Stanley machte sogleich von des Mannes Freundlichkeit Gebrauch und bat ihn um die Besorgung von 140 Pagazis, er wolle gern für diesen Dienst bezahlen. „Ich wünsche nichts von Ihnen, mein Freund", war die Antwort, „für einen so kleinen Dienst. Bleiben Sie ruhig und zufrieden. Sie sollen sich keine 14 Tage hier aufhalten. Morgen früh komme ich und werde mir Ihre Güter ansehen, um zu berechnen, was nöthig ist."
Stanley's Reisen. 2

