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„ Wir lauschten mit dankbarem Herzen gegen den großen Geber alles Glückes und Segens dem lauten Donner des Wassers des Tanganyika und dem Chor der Nachtinsekten. So vergingen die Stunden und wir saßen da mit den merkwürdigen Ereignissen des Tages beschäftigt."
Stanley schlief in dem Hause, in dem Livingstone wohnte. Am andern Morgen hatten sich die beiden Männer noch Vieles zu erzählen. Jetzt theilte Stanley dem Missionar mit, was seine Aufgabe sei, in wessen Dienst er stehe, daß Bennett bereit sei den Missionar in jeder Weise, wie er es wünsche, zu unterstützen. Livingstone war erfreut über diese Mittheilung, da er fast ganz mittellos war, denn die Waaren, die er in Udschidschi zurückgelassen hatte, fand er nicht mehr vor, weil der Mann, dem sie zur Aus- bewahrung übergeben, ein Schurke war.
Im Verlaufe des Gespräches lenkte Stanley die Aufmerksamkeit Livingstone's auf die nördliche Hälfte des Tanganyika-Sees und fragte ihn, ob es sich nicht verlohnen würde, diese Seite zu befahren, um vielleicht einen Ausfluß des Sees zu entdecken, um zu sehen, ob der Rusizi in den See fließt oder Wasser aus demselben ausführt. Livingstone ging auf Stanley's Vorschlag ein; beide Männer wollten nach dem Rusizi fahren und den Lauf des Flusses genau untersuchen.
Von Tag zu Tag wurde dem jungen Amerikaner der erfahrene Missionar und Reisende lieber. Stanley kann nicht genug den Charakter des Mannes loben und preisen, des Mannes, der immer freundlich und liebevoll, offen und zuvorkommend, heiter und gesprächig, kurz in jeder Weise umgänglich war. Nur seine Feinde haben ihn menschenfeindlich und griesgrämig genannt. Daß er aber Feinde hatte, verstand sich von selbst; er hatte sie nämlich besonders unter der Zahl der gelehrten Geographen, die am grünen

