welchem aber 14 von Stanley's Leuten verwundet wurden.Dies war unser zweiunddreißigstes und letztes Gefecht."

Von nun ab waren die Eingeborenen zwar nicht stets freund­lich und liebenswürdig, aber es kam nicht mehr zu einem Kampfe, obgleich er oft drohte.

Da, wo der Strom eine fast ganz westliche, nur wenig nach Süden gewendete Richtung einschlügt (unter dem 4. Grad südlicher Breite), erweitert er sich zu einem kleinen See im Lande Batcke, welcher der Stanley-Pfuhl genannt wurde. Unterhalb desselben im westlichen Bateke und östlichen Bacongo hat der Strom wieder 32 Wasserfalle, die Stanley die Livingstone-Fälle nannte.

Die Anstrengung, welche es kostete, diese Wasserfalle zu über­winden, läßt sich nicht beschreiben. Wo die Bewohner anfingen freundlich gestimmt zu sein, da zeigte sich der Strom als grimmiger Feind.

Die Bevölkerung setzt sich nicht mehr unserm Vorwärtsgehen entgegen. Der Handelsverkehr hat ihre natürliche Wildheit so weit gezähmt, daß sie nicht mehr mit der Wuth von Raubthieren über uns herfallen. Der furchtbare Strom selbst ist es, der uns von jetzt an zu Klagen veranlassen wird. Er ist nicht mehr das herr­liche Gewässer, dessen edle Erhabenheit immer bezaubert hat, er ist im Gegentheil zu einem wüthenden Fluß geworden, welcher in einem abschüssigen Bett rauschend hinabstürzt. Jene in stiller Ein­samkeit sich zwischen den tausend Waldinseln des Livingstone wie die Wege eines großen Irrgartens hinschlüngelnden Kanäle, jene in schweigender Ruhe träumenden Wasserwildnisse, jene Waldein­öden, in denen wir in jeder Nacht Kühlung und Linderung für unsere fieberhaft erregten Nerven gesucht dies Alles ist nun wie durch Zauberkraft verwandelt in einen von Felsenklippen eingefaßten meilenlangen Schlund, durch welchen der Living-