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kommen deine guten und sanften Feen zurück, und die Prüfung hast du überstanden." Die Morgenstunden wurden ihm aber so lang, als wollten sie gar kein Ende nehmen. Die Sonne schien immer auf einer Stelle stehen zu bleiben. „Ach!" dachte er, „wenn du doch die goldene Thür aufmachen könntest, da würdest du gewiß von allem das Beste sehen." Aber sein Versprechen siel ihm ein; er überwand seine Nengierde und legte den Schlüssel wieder hinweg, den er schon zur Hand genommen hatte. Er blieb ein Weilchen sitzen, dann legte er sich auf einen Divan, dann lief er durch den Saal und die Zimmer, und wieder in den Saal, und hatte keine Ruhe weder hier noch da; die Zeit wurde ihm entsetzlich lang. „Ach was," dachte er endlich, „die Feen werden es auch nicht gleich »rerken, wenn du die goldene Thür aufmachst, und du willst dich wohl hüten, es ihnen zu sagen oder einzuge- stehen." Und er nahm den'goldenen Schlüssel vom Haken und ging. Es lief ihm aber doch ganz kalt über den Rücken, als er der Thür zuschritt, und es war ihm, als ob ein feines Stimmchen ihm zuriefe: „Hüt' dich, hüt' dich, Königleiu! Die Neugier wird dein Unglück sein." Aber er hatte sich nun einmal entschlossen, daher hielt er sich die Ohren zu, und lief hinunter in den Schloßhof, so schnell er konnte — in sein Verderben. Er nahte mit dem Schlüssel der Thür, kaum hatte er sie aber berührt, so sprang sie von selbst auf, und ein so betäubender und durchdringender Duft strömte ihm entgegen, daß, als er ihn kaum eingeathmet hatte, er auch schon umsank und in eine tiefe Ohnmacht fiel. Er erholte sich aber bald wieder, und trat durch die Thür in ein mäßig hohes, geräumiges Gemach. Darin herrschte eine ziemliche Dunkelheit, denn es hatte keine Fenster; nur wenig Licht fiel durch die offene Thür herein. Als sich seine Augen an die Finsterniß gewöhnt hatten, sah er in dem Zimmer ein schwarzes Pferd stehen, gesattelt und gezäumt, und es düntte ihm, als ob er nie ein herrlicheres Roß bestiegen hätte, deßhalb bekam er große Lust, ein wenig auf dem edlen Thiere spazieren zu reiten, und dachte, daß ihm solch' Beginnen keinen Schaden thun könne. Er führte das Roß in den Hof, und sah nun erst recht deutlich, wie überaus herrlich und schön das Pferd war. Sogleich schwang er sich darauf, und trieb es mit Worten und Sporen an, fortzutraben, aber das Roß rührte sich
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