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und wir bestiegen dann zwei der schönsten, um so schnell wie mög­lich von der Stelle zu kommen, denn mein Herz zitterte vor Be­gierde und Verlangen nach den verheißenen Schätzen.

In wenigen Stunden erreichten wir ein enges Thal, aus dem sich eine breite und schwindelnd hohe Felsenwand bis beinahe in die Wolken erhob. Hier machten wir Halt, der Derwisch stieg vom Kameele und befahl mir ein Gleiches zu thun; darauf zog cremen Stab unter seinem Gewände hervor, wo er ihn bisher verborgen getragen hatte, und ging auf die schroffe Felsenwand zu. Als er dicht an sie herangekommen war, erhob er den Stab, schlug damit dreimal an.den Felsen und rief dreimal:Geister des Stabes, kommt hervor, und öffnet mir das Felscnthor!" Da hörte ich ein Rauschen und Sausen in der Luft, wie wenn ein Sturmwind über die Bäume des Waldes daher braust, und plötzlich sprang mit einem entsetzlichen Krachen die Felsenwand mitten aus einander, und ein breites und hohes Portal lag vor unsern Blicken.Geh' ohne Furcht mit hinein," sprach der Derwisch, und schritt durch das offene Thor. Ich folgte ihm, und meine Augen schauten ein so großartiges Werk, wie sie nimmer seines Gleichen gesehen hatten. Ein großer Palast lag vor uns, mit hohen gewaltigen Thürmen und Mauern, und alles war aus einem Stück in den Felsen ge­hauen. Es war aber kein Werk von Menschenhand, sondern die Geister der Erde hatten es gearbeitet; so sagte mir der Derwisch. Wir betraten einen großen Saal, und hier erblindete ich fast vor den Reichthümern, die da aufgehäuft lagen. Ich stürzte mich voll Gier auf die Goldhaufen, und raffte zusammen, was ich ergreifen konnte. Alle Taschen füllte ich mit Goldstücken. Der Derwisch ließ mich anfänglich ruhig gewähren, endlich aber sagte er:Deine Habgier verblendet dich, denn du hast das schlechteste Theil erwählt. Siehe hier die Haufen von Edelsteinen, sie sind tausendmal mehr werth, als das Gold, das du ergriffen hast. Hierher wende dich, und belade damit die Kameele." Ich sah ein, daß der Derwisch Recht hatte, holte große Quersäcke herein, und füllte sie bis oben­hin an mit Diamanten, Saphiren und andern kostbaren Steinen. Das Gold warf ich wieder mit Verachtung weg, als ob es Kiesel­steine gewesen wären. Ich arbeitete, daß mir der Schweiß von der Stirne rann; bald waren die achtzig Kameele so schwer beladen,