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düstern Häuschen still. Mutter und Tochter stiegen aus und Frau von Stern trat gleich zu ebner Erde in ein Stäbchen, klein und niedrig, aber doch freundlich, weil es so reinlich war. Da saß die Frau Löb in der einen Ecke in einem Lehnstnhle, ihr zu Füßen Marie, die emsig strickte, und die kleine Anna, die mit großer Mühe versuchte, aus Holzspänen einen Thurm zu bauen.

Daö blasse Gesicht der Frau leuchtete auch vor Freude, als sie Frau von Stern erblickte. Ausstehen konnte sie nicht, sie war noch zu schwach dazu. Aber sie streckte ihr freudig die Hand zum Gruße entgegen.

Ach, ich danke Ihnen gnädige Frau," sagte sie,daß Sie wiederkommen."

Ich wollte doch sehen, wie es Ihnen geht, liebe Frau," sagte Frau von Stern,und ich freue mich sehr, Sie so viel besser zu stnden. Da habe ich Ihnen auch mein kleines Töchtcrchcn mitgebracht, die wollte Sie durchaus besuchen und Ihre Marie und Anna kennen lernen. Heute ist ihr Geburtstag, und deshalb wollte ich ihr die Freude gerade heute gern machen."

Hilda hatte bis dahin verlegen an der Thüre gestanden und schüchtern ihr Liuchen im Arme herum­gedreht. Jetzt kam sie näher, gab Frau Löb und Marie die Hand und ging dann gleich zu der kleinen Anna.

Die sah Hilda sehr erstaunt an, fast nahm sie es übel, daß sie in ihrem wichtigen Spiel gestört werden sollte.

Aber auf einmal erblickte sie die Puppe, und gleich streckte sie bittend die Händchen aus und rief: Puppe haben, Puppe haben.

Hilda kniete vor ihr hin und gab sie ihr. Marie kam auch herzu und bald lagen alle 3 auf der Erde und spielten, als ob sie Geschwister wären.

Frau von Stern setzte sich zur Frau Löb. Sie erkundigte sich nach ihrem Befinden, und ob sie alles Nöthige zu ihrer Pflege hätte. Denn zuerst sollte sie nur schnell gesund werden, das war ja die Hauptsache.

Sie glauben gar nicht, gnädige Frau, wie treu und ordentlich meine Marie für mich sorgt. Sie ist ja die Einzige jetzt, die etwas thun kann. Sie macht die Stube rein und bringt mich in meinen Lchnstnhl

hier, sie zieht die kleine Schwester an >md kocht unsere Milchsuppe. Und wie gut sie das Alles versteht! Nur

einmal brauche ich es ihr zu zeigen. Wenn unser kleines Hauswesen besorgt ist setzt sie sich gleich an ihre Strickarbeit, und Sie sollten ihr glückliches Gesicht sehen, wenn sie mir am Ende der Woche ihre verdienten Kreuzer bringt. Ja es ist ein liebes Kind. Und wie gut sie schon strickt! Zeig doch der gnädigen Frau Dein Strickzeug Marie.

Die Kleine kam und brachte mit verlegener Miene einen seinen weißen Strumpf her, der war wirklich schön gearbeitet, so nett und zierlich lagen die Maschen nebeneinander. Auch Hildachen guckte beschämt über