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und Kapuzen der kleinen Mädchen, und Franz wollte es sich nicht nehmen lassen, er zog seinem Liebling, der lustigen Mathilde, selbst den Paletot an, band ihr sogar den Schleier fest, aber so fest, daß sie laut aufschrie, denn ihre kleine dicke Nase war in großer Gefahr, erdrosselt zu werden Die beiden Krausköpfchcn sahen sehr vergnügt aus, sie machten der Frau von Stern ihren schönsten Knip und dankten für den herrlichen Nachmittag. Anialie
drückte die kleine Hilda noch einmal recht fest aus Herz, weil sie nicht böse gewesen wäre. Ihre Schwester
Emma war stiller und machte ganz kleine Augen: Der Sandmann war schon zu ihr gekommen. Die kleine stille Martha wurde von Frau von Stern in einen großen Plaid gehüllt, und Herr von Stern trug sie selbst in den Wagen, der vor der Thür auf sie wartete. Sie konnte sa nicht so weit gehen. Hilda begleitete alle
bis an die Hausthür, da nahm sie Abschied von ihnen und bat sie, sie möchten doch bald einmal wiederkommen.
„Jetzt wird es aber auch Zeit für Dich, liebes Kind," sagte Herr von Stern, als alle fort waren. Er hob sie hoch in die Höhe, küßte sie herzlich und sagte: „Gute Nacht, mein Töchterchen, schlaf wohl zum ersten Mal im achten Jahre!" Sie lief zu den Brüden: und reichte ihnen die Hand, aber heute Abend waren
„Jetzt wird es aber auch Zeit für Dich, liebes Kind," sagte Herr von Stern, als alle fort waren.
Er hob sie hoch in die Höhe, küßte sie herzlich und sagte: „Gute Nacht, mein Töchterchen, schlaf wohl zum
die damit nicht zufrieden, sie umarmten ihr Schwesterchen und küßten es, und die Eltern sahen es an in stiller Bewunderung und mit herzlicher Freude. „Gute Nacht, gute Nacht, Papa!" rief Hildachen noch einmal, und an der Hand der Mama ging's dann hinauf ins Schlafzimmer. Heute Abend wollte die Mama sie selbst zur Ruhe bringen, sie hatte sie sa auch am Morgen selbst geweckt. „Ach beste Maina, wie war das schön!" sagte Hilda, als sie in ihrem Bcttchen lag und die Mama sie zudeckte. „Ja, Kind, das war ein schöner Tag,"
! erwiederte sie. „Morgen wollen wir uns den ganzen Tag davon erzählen. Aber setzt laß uns beten und dann einschlafen, es ist schon so spät." Sie nahm die kleinen Hände des Töchterchens in ihre Hände und
! betete mit ihr: „Mein lieber Gott, wie danke ich Dir für diesen schönen Tag! Ach, Hits mir doch in diesem
neuen Jahre, daß ich brav und fleißig bin und daß ich Dir und meinen Eltern Freude mache! Du lieber Gott, ich danke Dir!" — „Schlaf süß, mein Kind!" sagte die Mutter dann leise und drückte einen letzten
Kuß auf ihre Stirn. Die Kleine schloß die Augen und wollte schlafen. Fröhliche Bilder schwebten an ihr
vorüber von dem schönen Tage, den sie erlebt, und liebliche Töne erklangen dazwischen wie Engelstimmen, bis sie endlich sanft einschlummerte.
Druck von A. Seidel in Berlin, Spandauerstratze 17.

