Geweihe drohend da. Wieder ergriff er das Hasenpanier, d. h. er lief so schnell wie ein Hase nach Hanse. Dort angekommen, hatte er weder Dnrst noch Hnnger, legte sich in's Bett und schlief acht ganze Tage und Nächte. — Die Kinder waren immer tiefer in den Wald gegangen, ein heftiger Regen nötigte den Jungen, den Schirm aufzuspannen, das kleine Mädchen wollte gerade sagen: „Ach, hatte ich nun doch auch einen Schirm," da fiel einer aus dem dichtesten Gießen heraus, der zwar etwas kleiner, aber sehr schon war. Die Kinder waren so freudig überrascht, daß sie weder fragten noch dachten, wo er hergekommen sei. Dieser neue Schirm gewährte nun der Kleinen nicht nur Schutz gegen den unablässig strömenden Regen, sondern es wurde noch ganz warm und angenehm, mit einem Worte, es kam ihnen vor, wie wenn sie sich in einem warmen Zimmer befänden, gar nicht wie unter freiem Himmel. — — Nach langem, langem Gehen wurden sie miidc, und da sie weder ein Haus uoch sonst für die Nacht eine Ruhestätte fanden, so setzten sie sich unter eine» großen Baum, lehnten ihre Blond köpfchen aneinander und schliefen, mit den Armen fest nmschlnngen, sehr bald ein. Kaum hatten sie ein paar Minuten so gelegen, wurden sie durch wunderbare Töne geweckt, ein kleines Männchen stand bei ihnen und sagte gutmütig lachend: „Seid Ihr Kinderchen aber dumm! wollt hier auf der harten nackten Erde schlafen und habt die schönste Hängematte, und wenn Ihr wollt, noch mehrere bei Euch." Halb schlafend, halb wachend, sahen sie das kleine Männchen an, und ohne sich zu fürchten fragten sie Beide: „Wir haben eine Hängematte?" „Nun ja, ich will's Euch nur sagen. Euer Schirm ist's, die gute Fee schickt mich. Euch zu verkünden, was sie Euch dafür, daß Ihr Eure Eltern so lieb habt und weil Ihr so gut seid, geschenkt hat; sie verlieh Eurem Schirme Wnnderkraft." Die Kinder aber sagten: „Aber gutes, kleines Männchen, wir haben doch die gute Fee niemals gesehen, wie kann die nur da von uns armen verlassenen Kindern etwas wissen?" „Sie lernte Euch kennen in Gestalt jener alten Frau, der Ihr so gern Euer letztes Brot gegeben

