25
cv, daß eine große Menge Fische die „Louise" in rasender Schnelligkeit vor sich her nnd dein Schirmschiffe nachdrängten, so daß beide Teile gleichzeitig und znr größten Freude aller Mitfahrcudeu mit unglaublicher Geschwindigkeit nach dein ersehnten Gestade Europas gelangten.
Die Eltern dankten Gott, daß er sie wieder den heimatlichen Boden betreten nnd ihre Kinder gesund wiederfinden ließ. Der Knabe aber sprach die bekannte Zanberforniel aus:
„Schirm! Schirm! guter, so rot!
Hilf uns! wir sind in Not!"
Ein Schirm nach dem andern erhob sich aus dem Wasser und schüttelte seinen Inhalt in einen Wagen, der von dem Vater Hein bereits z»m Weiterschaffen des Gepäcks gemiethet worden war; dann krochen die kleinen Schirme alle wieder in den einen großen, den der Knabe wie gewöhnlich zu sich nahm; schließlich suchte er sich noch einige Muscheln aus dem Meeressande und dankte den guten Fischen herzlich für ihre Hülfe und schöne» Geschenke. In demselben Augenblicke tauchte der große Schwertfisch auf und sagte: „Folgsamen Kindern helfen wir immer gern! Geht mit Gott und führt Eure Eltern in ihr früheres Haus. Der Gnome Fleiß hat es von Neuem zum würdigen Empfange hergerichtet; doch sage Deinen Eltern vorher nichts davon!" Nachdem er diese Worte gesprochen, verschwand der große Schwertfisch schnell unter dem Wasser. Vater, Mutter und Kinder setzten sich hierauf in einen zweiten Wagen nnd nun ging die Reise unter fröhlichem Gcplander dem geliebten Heimatdorfe zu. Dort hatte sich in der Zwischenzeit auch manches freudiger gestaltet, als es die Kinder verlassen. Tante Anna war, obgleich dem Tode nahe gewesen, wieder gesund geworden nnd hatte von ihrer früheren Herrschaft wieder eine hübsche Summe Geldes geschenkt bekommen, wofür sie das Hans ihres Bruders zurückgekauft und wie früher hatte herstellen lassen, so daß zu ihrem Glücke nur noch die Wiederkehr der geliebten Ver-

