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Gestalt des alten Soldaten befand sich nicht unter ihnen. — Eine andere Hoffnung aber ließ nicht so lange auf sich warten, sondern ging auf das Herrlichste in Erfüllung. Eines Tages, es war im Anfang des April, kam Severin glühend aus der Stadt nach Hause und siel der Großmutter ungestüm um den Hals.
„Die Zeit ist da, theuerste Großmutter!" rief er aus. „Unser König ruft zu den Waffen, und ich, Großmutter, ich muß dem Rufe folgen!"
Die würdige Frau erbleichte ein wenig, aber da sie dieses Ereigniß schon immer erwartet hatte, so faßte sie sich schnell, faltete ihre Hände zum Gebet und blickte still zum Himmel auf.
„Ja, mein Kind," sagte sie dann mit leiser, ein wenig bebender, aber doch entschlossener Stimme — „ja, du mußt dem Rufe folgen, und fern sei es von mir, dich zurück zu halten, oder auch nur dir den Abschied zu erschweren! Die Pflicht gegen das Vaterland muß mit Freudigkeit erfüllt werden. Ziehe hin, mein theurer Sohn, und Gott sei mit dir! Der Herr wird dich schützen und der gerechten Sache den Sieg verleihen! Ich aber, ich will für dich' beten und — hoffen!"
Mit inniger Zärtlichkeit umarmte und küßte sie den geliebten Enkel und dann, als ob sie nicht mehr stark genug sei, ihre Trauer und ihren Schmerz zu beherrschen, begab sie sich still in ihre Kammer, und blieb dort lange einsam in heißem Gebet. Severin aber schaute nach den vom Vater ererbten Waffen, und sein kühnes, muthiges Auge blitzte, als er leise vor sich hin murmelte: „Heute mir, morgen dir! .Die Zeit isi gekommen! Vorwärts mit Gott für König und Vaterland!"
Rasch wollen wir über den Schmerz der Trennung hinweggehen, welcher die Herzen Severin's und seiner herrlichen Großmutter erfüllte, als nun endlich der Augenblick des Scheidens gekommen war. Mit Segen und Gebet entließ die Großmutter den Jüngling aus ihren Armen und Severin eilte nach Schlesien, um sich unter die Fahne des Königs zu stellen. » Auch das wollen wir

