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Schrei des Erstaunens und Jubels glitt über seine Lippen, als er die hagere Gestalt eines Greises, blutend und mit Wunden bedeckt, mühsam vom Boden sich in die Höhe richten sah. Es war der Alte von Möckern mit dem weißen Haar und Bart und dem grauen Kittel.
„Franz!" rief Severin voll Entzücken und sprang rasch vom Pferde — „alter, guter Franz! Du bist es! Du mußt es sein! Jetzt ist kein Zweifel mehr!"
„Ja, ja, ich bin der Wachtmeister Franz Degenkolb," erwiderte der Alte und blickte neugierig den Jüngling an, „aber wer bist du denn?"
„Ich bin der Tambour von Möckern, dem du das Leben rettetest!" entgegnete Severin. „Kennst du mich denn wirklich nicht mehr, Franz? Der Severin bin ich, Severin von Hohenstein!"
Ein Freudenblitz strahlte aus des alten Wachtmeisters Augen. „Herr, mein Heiland, Junge, du bist es?" rief er aus und die Freude gab ihm Kraft, sich vollends in die Höhe zu richten — „du der brave Tambour von Möckern? Hierher, Junge! Hierher an meine Brust, und Gott segne dich! Du bist der wackere Sohn deines Vater?! lind da, mein alter Ali! Wie kommt denn Ihr Beide zusammen? Daß du mich dies auch hast erleben lasten, lieber Gott, dafür dir tausendfältigen Dank! Und wie steht's mit der Schlacht, Junge? Seit gestern Abend liege ich hier bewußtlos und weiß von nichts! Geschwind, wer hat gesiegt? Denn so viel sehe ich, vorbei ist's!"
Die Franzosen sind auf der Flucht, und die Preußen haben das Beste dabei gethan !" entgegnete Severin strahlend vor Freude. „Endlich sind wir frei, und ich hoffe zu Gott, wir werden's auch bleiben!"
„Dem Herrn sei Dank, tausendfacher Dank vor Allem auch dafür!" rief der alte Wachtmeister aus, indem er die Hände faltete und die Augen voll süßer Wonnethränen zum Himmel empor hob. „Siehst du, Severin, daß Alles so gekommen ist, wie ich's vorhersagte und wie es nothwendig kommen mußte. Ja, ja, das ist der alte preußische Geist, der wieder aufgewacht ist und von nun an hoffent-
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