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hatte sich losgerissen und war versunken oder ins Meer getrieben. Das Boot war noch auf dem Schiff, wegen seiner ungeheuren Schwere aber konnten wir es kaum bewegen, zum Glück gelang es unseren vereinten Anstrengungen jedoch, es ins Wasier zu bringen; wir sprangen sogleich Alle hinein, ließen es treiben, wie Wind und Welle es jagten, und über­ließen uns eilfe an der Zahl der Barmherzigkeit Gottes.

Der Zustand, worin wir uns befanden, war schrecklich, denn ob­gleich der Wind beträchtlich abgenommen hatte, so ging doch die See fürchterlich hock gegen das Ufer und konnte nach dem Ausdruck der Holland t mit Necht die wilde See heißen; das Boot konnte diese Bewegung nicht aushalten, es war zu leicht >knd zu sehr beladen. Segel hatten wir kein', und hätten uns ihrer auch nicht bedienen können. Wir arbeiteten also mit den Rudern dem Lande zu, aber mit so schwerem Herzen, als ob wir dem Tode f '.(gegen gingen, denn wir fürchteten nur zu sehr, daß, we-n wir uns dem Strande näherten, das Boot an demselben durch den Wogensturm zertrümmert werden würde.

Ob die vorliegende Küste eine Insel oder festes Land, ob sie be­wohnt oder wüste, ob das Ufer felsig oder sandig, hoch oder stach war, daß wir vielleicht in einen Meerbusen oder in die Mündung eines Flusses kommen und daselbst ebenes Wasser finden möchten? Allein von dem Allen geigte sich gar nichts; im G.gentheil. als wir dem Gestade näher kamen, war das Land noch sckrecklicher als die See, denn es ragte hoch und felsig aus den tobenden Fluthen. Wir mochten ungefähr andert­halb Meilen fortgerudert oder vielmehr fortgetrieben sein, als eine hohe Welle hinter uns daher rauschte und uns mit Untergang bedrohte; sie stürzte auch wirklich mit solcher Wuth über das Boot, daß es umschlug, wodurch wir getrennt wurden und in den Abgrund versanken.

Es ist nicht möglich, die Verwirrung meiner Gedanken auszu­drücken, als ich in die Tiefe sank, denn so gut ich auch schwimmen konnte, war mir es doch unmöglich, mich von den Wellen loszuarbeiten, bis endlich die ungeheure Woge, die mich weit gegen den Strand fortge- risien oder vielmehr hingeworfen hatte, sich zurückzog und mich auf dem Trocknen, aber von der Anstrengung und dem eingeschluckten Meer­wasser bis auf den Tod ermattet, zurückließ. Da ich mich auf festem Grund fühlte und das Felsenufer ganz nahe sah, so blieb mir so viel