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Jch war nun im dreiundzwanzigsten Jahre meines Aufenthaltes auf dieser Insel und der Lebensart so gewohnt, daß ich allenfalls zu- frieden gewesen wäre, meine übrige Lebenszeit hier zuzubringen und in dieser Einöde zu sterben, wenn ich nur vor der Gefahr, durch die Wilden beunruhigt zu werden, hätte gesichert sein können. Es waren bereits wieder mehrere Jahre verflossen, ohne daß ich das Geringste nur von den Wilden bemerkt hatte; dies gab mir einen Theil meines vorigen Selbstvertrauens und meiner Zufriedenheit wieder, und mein Hauswesen nahm nach und nach wieder seine vorige Gestalt an; ich hatte mir sogar einige Vergnügen und Zeitvertreibe verschafft, die meinen Zustand viel angenehmer machten, als er vorher war. Zwar war mein guter treuer Hund schon vor mehreren Jahren vor Alter gestorben, nachdem er nicht weniger als sechszehn Jahre mein unzer­trennlicher Gefährte war. Ich erzog von Zeit zu Zeit ein Paar junge zahme Katzen, welche sich immer sehr zuthätig und schmeichelnd zu mir hielten, außerdem hielt ich, wie schon gesagt, einige zahme Ziegen nebst einem Böckchen, die ganz an mich gewöhnt waren und mich überall begleiteten. Vorzüglich aber hatte mein Poll nicht nur so vielerlei schwatzen gelernt, sondern sprach Alles so deutlich und richtig aus und war so zutraulich, daß ich meine größte Lust an ihm hatte, auch hatte ich noch mehrere Papageien, die allerlei plauderten und meinen Na­men riefen, obgleich wohl keiner so gut wie Poll, mit dem ich mir mehr Mühe gegeben hatte, als mit den übrigen. Auch hatte ich ver­schiedene Land- und Seevögel, die ich von Zeit zu Zeit fing, ohne daß ich ihre Namen zu nennen wußte, zahm machte und, nachdem ich ihnen die Flügel gestutzt hatte, sie frei in dem Gebüsche vor meiner Burg herumfliegen ließ, wo sie nisteten und sich vermehrten, so daß es in denselben äußerst belebt war.

Auf diese eben mitgetheilte Art war ich seit einiger Zeit wieder zu meiner vorigen stillen und ruhigen Lebensweise gekommen, als auf einmal ein wichtiger Vorfall neues Leben in meine Einsamkeit brachte. Es war um die Zeit der Ernte, als ich einst in der Morgendämmerung