die in geneigter Stellung hinter einander aufgestellt sind, aufgeführt und wird in diesem Falle Stapel genannt. Bequemer noch als beide, sind die in England gebräuchlichen Docken, d. h. ausge­mauerte, tiefe Becken, welche durch Schleußen mit dem Hafen in Verbindung stehen und während des Baues trocken gelegt, nach Vollendung desselben aber mit Wasser angefüllt werden können. Durch das Wasser gehoben, gleitet das Schiff dann ohne Mühe und Gefahr in den Hafen.

Soll ein Schiff gebaut werden, so beginnt man mit seiner Grundlage, dem Kiele, einer aus mehreren Stücken zusammen­gesetzten Holzmasse, die, mehr hoch als breit, die ganze Länge des Schiffes einnimmt. An den Kiel befestigt man zu beiden Seiten krummgcbogcne Hölzer, die Spanten, und diese wieder werden mit den Planken, mit starken Brettern, umgeben, die Fugen aber mit Werg und heißem Peche ausgefüllt (kalfatert). Bei Kricgs- oder größeren Handelsschiffen wird außerdem noch der ganze Rumpf mit Kupfer- oder Zinkplatten belegt.

Im Innern hat man, je nach der Größe dcö Fahrzeugs, eine, zwei, drei und noch mehr Etagen eingerichtet und jede durch gedielte Böde», Verdecke, von der andern geschieden, durch Treppen aber wieder mit einander in Verbindung gebracht. Im Schiffsräume, vom Kiele bis zum nächsten Deck, findet man den Ballast, der, meist in Backsteinen bestehend, nöthig ist, um dem Schiffe denSchwer- punkt zu verleihen. Das darauf folgende Deck enthält die Waaren, den Proviant, die Schiffsutensilicn und dergleichen andere Gegen­stände, und daS obere endlich ist zu Wohnungen und Schlafstärten für die Passagiere und Schiffsmannschaft eingerichtet. An den Seitcn- wänden giebt eöOeffnungcn für Licht und frische Luft, die Pforten genannt, die bei Sturm vollständig geschlossen werden können.

Mit solchem Baue aber wäre dem Schiffer noch nichts gedient,