retten, nachgedacht und daß sie hoffe, der liebe Gott werde ihr einen Plan eingeben. Auf jeden Fall müsse sie aber erst wieder gesund werden und CaSpar das zwölfte Kind bringen, daniit dieses auch mitgenommen werden könne. Sie bat Agathen, sich zu beruhigen, den andern kleinen Mädchen aber kein Wort von allen diesen Dingen zu sagen, weil sie noch zu unverständig wären, um nach solcher Mit thcilung ruhig zu bleiben.

Jetzt galt es nur zu erfahren, welcher Weg zu dem Wohnort Agathens, oder eines der andern Kinder führte? CaSpar hatte seine Gefangenen immer mit verbundenen Augen hergebracht, so daß keine wußte woher sie gekommen; Agathe hatte nur so viel aus den Er­zählungen ihrer Gespielinnen, auS den Beschreibungen ihrer Fahrt in der Länge der Zeit, die sie dazu gebraucht, ersehen, daß die Wohnung ihrer Eltern dem einsamen Hause Caspars am nächsten lag. Dorthin mußten sie also zuerst zu gelangen suchen, von da aus die Kinderchen in ihre verschiedenen Heimathcn schicken, die sie glücklicher Weise alle zu nennen und näher zu bezeichnen wußten.

CaSpar kam an diesem Abend wie gewöhnlich, wenn er keine Beute brachte, sehr übelgelaunt nach Hause und wurde es noch mehr, alö er seine Frau immer noch im Bette liegend fand. Er zankte und drohte sie durch den Stock gesund machen zu wollen, falls sie morgen nicht wieder außer Bette sein sollte. Diese schlechte Behandlung be­stärkte Margarethen nur noch mehr in ihrem Vorsatz. Sie stellte sich demüthig, bat um Verzeihung wegen ihres Krankseins und versprach, sich morgen wieder gesund finden zu lassen, wenn er ihr im Lauf des Tages aus der Apotheke, oder vom Feld ein Kraut holen wollte was ihre Schmerzen im Magen augenblicklich stillen würde.

CaSpar ließ sich durch ihre anscheinende Demuth täuschen und ging gleich fort, das genau bezeichnete Kraut zu suchen. Margarethe aber vertraute Agathen, daß es ein Schlaftrunk sei, dem sie ihrem