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„Hat Euch," antwortete der Hauptmann auffahrend, „der gnädige Herr nicht eben gesagt, welchen Gefahren Ihr in Paris ausgesetzt sein würdet, und habt Ihr denn so große Lust, verhungern zu wollen? Auch wißt Ihr wohl nicht, welches Loos uns vielleicht beschieden sein könnte, wenn man in Paris gewisse Dinge zu argwohnen begönne? Man würde unS ohne weiterm Prozeß aufhängen/' —
Richard sah ihn erstaunt an. „Ich verstehe Euch nicht, sagte er ganz naiv, allein ich muß Euch sagen, daß ich mich nicht vor dem Tode fürchte und fest entschlossen bin, Allem Trotz zu bieten und Alles zu wagen. Kostet mir mein Unternehmen das Leben, so wird Niemand um mich weinen."
„Und eben deshalb müssen dieser Herr und ich mit Eurer Jugend Mitleid haben und dürfen es nicht zugeben, daß Ihr eine Thorheit begeht, die Euch das Leben kosten könnte."
„Wenn es so steht," sagte Richard, indem er seinen Hut aufsetzte und seinen Falken wieder auf die Hand sehte, „so empfehle ich mich Euch beiderseits, und da Ihr so ungefällig seid, werde ich Mittel und Wege zu finden wissen, meinen Plan ganz für mich allein auszuführen. Lebt wohl."
Er eilte schnell hinweg, doch Mezelieres rief ihn lebhaft zurück.
„Kommt doch wieder her," rief er ihm besorgt zu, „ich muß meiner Treu nachgeben, wenn Ihr so starrköpfig seid."
„Ich erlaube Dir es zu thun," sagte der Mann mit dem weißen Federbusche lächelnd. „Ich will Euch, da Ihr nun Beide einig geworden seid, einen von meinen Schützen mitgeben-, um Euch durch das Lager bis zu den Wällen der Stadt zu führen."
Er näherte sich hier einem der Reiter, dem er seine Befehle ertheilte und der ihn dann nach dem Platze begleitete, wo Richard und Mezelieres seiner harrten. Der Letztere hatte während seiner kurzen

