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erheitern, „diese schreckliche Lage wird sich bald ändern. Wir werden die erste sich uns darbietende Gelegenheit benutzen, um Paris zu verlassen und nach unserem schönen Schloß Boiefleury zurückzukehren; Ihr werdet Eure schönen Seen, Eure grünen Wiesen und schattigen Wälder, Eure blumigen Auen und Eure Obstgärten wiedersehen; Ihr werdet wieder auf Eurem weißen Roß durch die Fluren streifen, von Euren Pagen, Jägern und Hunden gefolgt." —
Aber diese Tröstungen, diese mit verzweiflungsvoller Anstrengung hervorgerufenen Bilder, vermochten Klotilde kein neues Leben einzuhauchen; sie schüttelte traurig den Kopf.
„Warum," sagte sie mit gebrochener Stimme, „sucht Ihr solche Gedanken in mir in einem Augenblick zu erwecken, wo ich der Welt vielleicht auf ewig Lebewohl sagen muß? Drei Tage lang habe ich mit entsetzlichen Qualen gerungen, woher soll mir nun noch die Kraft zu solchen Hoffnungen kommen, wenn eine so grauenvolle und unvermeidliche Wirklichkeit vor mir liegt? Warum erinnert Ihr mich an meine reichen Besitzthümcr, da ich doch vor Noth und Mangel im Elend umkommen muß?"
Samt -Front sprang ungestüm auf.
„Nein," sagte er mit dumpfer Stimme wie zu sich selbst, „sie darf nicht sterben! ich muß sie retten. — Sie haben Dem, der mich ihnen ausliefert, 20,000 Livreö versprochen, ich will mich ihnen selbst unter der Bedingung überliefern, daß sie die Baronin von BoiSslcury mit Brod versorgen."
Klotilde richtete sich auf und schien plötzlich wieder Kraft gewonnen zu haben.
„Nein, nein, Richard," rief sie, „das will ich nicht, ich verbiete Euch, eS zu thun. Unglücklicher! babt Ihr denn vergessen, welches Loos Euch erwartet, wenn Ihr in die Hände unseres gemeinschaftlichen Feindes fallt? Mir schwebt seit dem Tage, wo ich durch
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