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haben; aber ich bin überzeugt, daß er kommen wird. Wenn er uns vergessen hätte, wäre ja alle Hoffnung verloren!"
Er vernahm hier hinter sich ein leichtes Geräusch und als er sich umwandte, erblickte er Dame Monika, die mit der Hand gen Himmel zeigte. Die schwarzgekleidete, lange, hagere Gestalt mit den todtenblassen Zügen erschien in ihrer ernst feierlichen Stellung den armen jungen Leuten wie eine sichtliche Verkündigung des gräßlichen Todes, der ihrer harrte. Richard schauderte unwillkührlich zusammen.
„Ich verstehe Euch, Dame," sagte er dumpf; „ihr wollt uns zu verstehen geben, daß wir nur noch allein auf Gottes Barmherzigkeit hoffen können; doch das, was wir sehen und erleben , könnte uns wohl an seiner Güte irre machen."
„Es ist eine Prüfung, die Gott uns sendet," antwortete sie; „er versagt diesen beiden Kindern, die nicht sterben wollen, daS tägliche Brod und mir, die ich mir den Tod in jcvem Augenblicke meines Lebens wünsche und erbitte, fristet er das Leben durch diese elenden Kräuter, die manches Thier als Kost verschmähen würde."
Sie zeigte hier aus eine Art wilden Spinats, guter Heinrich genannt, der in diesem Garten, wie über! aupt auf unbebautem Boden, sehr reichlich wuchs, und von dem sie sich seit dem Beginn der Hungersnot!) fast einzig und allein ernährt hatte. Richard sah und hörte aber nicht mehr auf sie; all sein Denken war auf die arme Klotilde gerichtet, welche von Neuem ohnmächtig geworden war.
Monika trat näher, um ihr beizustehen.
„O mein Gott!" rief Richard und rang sich vor Jammer die Hände wund, „schenke ihr nur noch einige Stunden Kraft und Muth und nimm dafür mein ganzes Leben hin!"
„In der schrecklichen Noth, in der sich Eure Sckwestcr befindet," sagte die Klausnerin leise, „wird sie eine Speise nicht verschmähen,

