165
war t>cr Sergeant Bernard nicht der Mann, es zu dulden. Er sprang wieder ans Ufer und faßte den Burschen bei den Ohren.
„Junger Kläffer!" rief er zornig „wer hat denn Dir erlaubt, so laut zu bellen? Bei allen Heiligen! ich weiß nicht, was mich abhält, Dich ins Wasser zu werfen, um Dich Ehrfurcht gegen Gott und die kennen zu lehren, die ihm nach ihrer Weise dienen."
Der Page sah an der glänzenden Uniform, daß es ein hugenottischer Offizier war, von dem er diese wohlverdiente Zurechtweisung erhielt, und so antwortete er ganz demüthig und tlnrerwürfig:
„Entschuldigt mich, gnädiger Herr, allein mein Gebieter sandte- mich vorauf, um diesen Schiffer zu verhindern, vom Lande abzustoßen, und ich glaubte nicht, daß mich ein so tapferer Offizier, wie Ihr hören könnte."
„Das ist ein vortrefflicher Grund," sagte Bernard lächelnd, „aber wer bist denn Du und wer ist Dein Herr? Ihr hobt Beide ohne Zweifel Paris mit den Uebrigcn verlassen, die da in der Vorstadt einquartiert sind; warum habt Ihr aber das Euch angewiesene Nachtquartier verlassen?"
Eine neue Person, die sich ihnen jetzt näherte, ersparte dem Pagen die Antwort. Es war der Ritter von Achon, in einem Anzug, der ärmlich genug war, um in dem Gewühl der Flüchtlinge unbemerkt geblieben zu sein. Er schien noch an den Folgen seiner Verwundung zu leiden und kam, auf seinen Stock gestützt, langsam gegangen. Doch hatte er sein hochmütbiges Wesen nicht abgelegt, und mit geringschätziger Miene fragte er Bernard, ob er nicht der Mensch sei, der von dem König den Auftrag erhalten habe, die Flüchtlinge zu empfangen?
„Ja," antwortete Bernard, und sah den Frager eben so stolz und geringschätzig vom Kopf bis auf die Füße an.
„In diesem Fall, guter Freund, müßt Ihr mich augenblicklich zu

