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stuhle. Wer ihn zum ersten Male gesehen hätte, würde nur an zwei Kennzeichen den König in ihm erkannt haben; er hatte erstlich seinen kleinen Hut mit der weißen Feder auf, während die andern anwesenden Männer alle mit unbedecktem Haupte dasaßen, und dann redete er sehr angelegentlich mit der Aebtissin von Montmartre.
Richard wurde bei seinem Eintritt in den Saal im ersten Augenblick wie geblendet von dem Glänze, der ihm entgegenstcahlte, doch Mezeliereö, der diesen Eindruck errieth, ließ ihm nicht Zeit, sich von demselben überwältigen zu lassen; er nahm ihn bei der Hand und führte ihn schnell bei den Spielern vorüber, die sich nicht einmal nach ihm umsahen, zu dem König hin.
„Kann ich denn nie einen Augenblick Ruhe haben!" sagte dieser schmollend.
„Laß denn hören, MezeliereS," fuhr er, dessen üble Laune nie lange dauerte, lächelnd fort, „was Du uns denn so Eiliges zu sagen hast. Nimm Dich aber in Acht, denn wenn Du mich um einer Kleinigkeit willen gestört hast, so werde ich es Dir nie vergeben."
„Die Nachrichten, die ich bringe," antwortete MezeliereS zuversichtlich, „sind so wichtig, daß ich im Voraus überzeugt bin, Eure Majestät werden, wenn Sie dieselben gehört haben, für diese Nacht an keinen Schlaf denken."
„So sprich denn!" rief der König ungeduldig. „Doch wer ist der junge Bursche, den Du uns da mitbringst?"
Er warf hier einen blitzenden, muthwilligcn Blick auf Richard, der sich aber dadurch nicht außer Fassung bringen ließ.
„Dieser junge Mann," sagte MezeliereS, „ist der Sohn des tapfern Hauptmanns Saint-Front, der lange in den Diensten Euer Majestät gestanden hat und in der Pariser Bluthochzeit das Leben verlor. — Der Sohn verläugnet nicht das Blut, aus dem er cnt-

