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„Versagt? — Dummes Zeug;" rief der Major. „Wir haben Geld und Appetit. Wer zuerst kommt —"
„Der ißt zuerst!" rief die Alte. „So soll es auch sein. Der dort" — sie zeigte auf den Schlafenden — „ist zuerst gekommen und so soll er auch zuerst essen."
„Der Kosak? oder was er sonst ist?" rief der Major. „Gieb ihm den Schnaps und uns die Suppe, Mütterchen! Für den Kerl dort ist das Gläschen Branntwein viel angemessener."
„Mag sein, geht aber nicht! bei mir muß Alles seine Ordnung haben;" rief die Megäre.
„Ei potz Wetter, mache nicht so viel Umstände, Alte!" rief Ma zuchclli ärgerlich. „Tisebe uns die Suppe auf, oder ich kehre Dir das Haus von unten nach oben. Wir sind Offiziere die gcradewegS von Petersburg kommen, und zum General Suwarow gehen. —“
„ Und die bei diesem lernen können, was Ordnung und Schick- lichkeit sei, wenn sie dieß in Petersburg noch nicht gehörig in Erfahrung gebracht hätten!" ertönte jetzt auf einmal eine Stimme aus dem Heuhaufen.
Mazuchelli und Fedor blickten hin. Sie sahen, daß der Schlafende aufgewacht war, sich halb empor gerichtet hatte und gähnend die Augen ausrieb. Es war ein alter Mann von ungefähr sechzig Jahren, mittler Größe, harten Zügen und ergrauendem Haare. Die Reisenden waren ziemlich srappirt, aus dem Heuhaufen eine, mit solcher Festigkeit und Ruhe vorgetragene Schickliebkeitslehre zu vernehmen.
Sie sahen längere Zeit auf den Alten, der sich indeß durchaus nicht weiter um sie bekümmerte, sondern fortfuhr zu gähnen und sich die schlaflrunkenen Augen auszuwischen. Die Situation aber hatte so ungemein viel Komisches, daß Mazuchelli nach ein Paar Augenblicken in ein lautes Gelächter ausbrach. Der Alte, dadurch auf-

