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auszog und eine andere, bedeckt mit Sternen und Kreuzen, die von Brillanten flimmerten, anlegte. „Ich habe die Truppen ausrücken lassen und will zu ihnen sprechen. Begleiten Sie mich. Wir wollen mit Sonnenuntergang nochmals das Terrain recognosciren."
Der General nahm jetzt ein Bildniß der Kaiserin, welches mit großen Diamanten umgeben war, aus einem Kästchen, er bekreuzte sich, küßte es, bekreuzte sich wieder und hing es sich dann um den Hals; endlich ging er zur Thür hinaus. Hier harrten einige Ordnungskosaken. Einer derselben führte zwei gesattelte Pferde, für Su- warow und Fedor bestimmt.
Auf dem Wege zu den Truppen sprach Suwarow, obwohl er von einer Anzahl höherer Offiziere begleitet war, fast beständig mit Fedor. Er ging außerordentlich ins Detail über die Beschaffenheit der Befestigungen Ismails ein, unv Fedor erstauute, daß der Mann, den man in den Petersburger Salons als eine Art Halbwilden schilderte, tiefe mathematische Kenntnisse und einen ausgezeichneten Ucberblick jeder Branche des Jngenieurdienstes zeigte.
Angekommen vor der Fronte der Truppen, ließ er diese die Revue passiren, befahl sodann Kolonnen zu formiren und begab sich vor die Fronte einer Heersäule, bestehend auS vier GrenadierbataillonS, unter dem Kommando des General Lwow. Er gab ein Zeichen, daß er sprechen wolle. Alles horchte, man hätte ein Heimchen zirpen hören können. Fedor glaubte eine begeisternde Rede auS dem Munde des Generals zu vernehmen. Auf den bärtigen, benarbten Gesichtern der Krieger zeigte sich gespannte Erwartung, gepaart mit fast abergläubischer Verehrung.
„Grenadiere!" rief jetzt Suwarow aus. „Sobald Mitternacht heran ist, werde ich aufstehen, ich werde beten, mich waschen, dann werde ich dreimal krähen wie ein Hahn. Eine Rakete wird vor Tagesgrauen aufsteigen, wir werden Ismail stürmen, Alles, was

